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Aus meinem Leben als Schweizer in Thailand.

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Donnerstag, 26. März 2015

Bitte machen sie das für mich, ich schätze es - Verlängerung Aufenthaltsbewilligung Thailand

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Schon zum vierten Mal war es heute soweit, die Verlängerung meiner Aufenthaltsbewilligung, Extension of Stay, in Thailand stand an. Diesmal mit einer erweiterten Komplikation: einen Tag früher hatte ich auf der Schweizer Botschaft meinen neuen Pass entgegen nehmen können. 


Bitte machen sie das für mich, ich schätze es: Stempeltransferformular in Thailand
Jungfräulich, wie er ist, müssen da erst all die Stempel rein, welche die thailändische Immigration in den alten rein gedrückt hatte. So war die Frage, kann der Stempeltransfer und die Beantragung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gleich in einem Behördengang erledigt werden?

Kann, und ist sogar erleichternd, das auf ein Mal zu machen. Denn, 

wenn der Pass beim Antrag zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nicht mehr ein Jahr gültig ist, wird eine Verlängerung nur bis maximal Ablaufdatum des Passes erstellt - man verliert also Aufenthaltsdauer und muss schon früher wieder zum neuen Antrag hin.

wenn der Pass zwischenzeitlich gewechselt wird, man ein zusätzliches Mal zur Immigration muss. Denn die Stempel sollten unmittelbar nach Passwechsel auf den neuen übertragen werden, da der alte nicht mehr gültig ist.

Transfer der Stempel vom alten in den neuen Pass

Zum Transfer der Stempel muss in jedem Fall ein so genanntes Stempeltransferformular ausgefüllt werden, dazu Kopien der Datenseite, der Seiten mit Non-O-Visum, aktueller Auftenthaltsbewilligung, letztem Einreisestempel und der Departure Card. Das Formular endet mit dem schönen, vorgedruckten Satz: Please do it for me, I appreciate - machen sie das für mich, ich schätze es. Immerhin ist der Stempeltransfer gratis.

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung

Den gut 25-seitigen Papierkrempel für die Verlängerung zusammen zu halten mache ich mir einfach. Die Originale sind schön in einem Ordner abgelegt, für alles andere hatte ich einst ein PowerPoint Dokument angelegt. Da müssen nur allfällige neue Einreisestempel aktualisiert werden, eine neue Bestätigung der Botschaft, das ich noch immer in Thailand wohne, geholt werden und die Kopie der eigenhändig - muss so sein - angefertigten Karte meines Zuhause abgezeichnet werden. Für den Rest genügt Ausdrucken.

Ausnahme Bestätigung, das ich für thailändische Vorstellungen -  seit mindestens 2 Monaten auf einem thailändischen Bankkonto auf eigenen Namen eingelagert - genügend Geld für ein weiteres Jahr Thailand habe. In meinem Fall, verheiratet mit einer Thai, heisst das, 400'000 Baht oder umgerechnet rund 12'000 Franken. Es könnte auch eine Rente von monatlich 40'000 Baht sein. 

Wer eine Aufenthaltsbewilligung als Rentner beantragt, ab 50. Lebensjahr möglich, muss 800'000 Baht oder eine Rente von mindestens 65'000 Baht pro Monat vorweisen, und es fällt ein Teil des Papierkrempels weg.

Aber noch was vergessen. Neue Fotos von sich mitsamt Gattin machen. Im Haus, vor dem Haus. Mit Hausnummer im Bild. Im Wohnzimmer auf dem Sofa sitzend, wenn's einen Altar hat, davor kniend, das kommt gut an. Mindestens 6 Stück, wenigstens 4x6" gross.

Bankbestätigung vom Tag der Antragsstellung

Die Bestätigung der Bank sollte möglichst vom gleichen Tag wie der Antrag sein. Weil, wenn sie vom Vortag ist, die Beamten der Immigration noch eine Einzahlung plus Aktualisierung des Bankbüchleins - die gibt's in Thailand noch - plus Kopie verlangen. Also haben wir gestern unsere Bank aufgescheucht und angekündigt, dass wir am Folgetag sowas wollen. Weil, auch wenn in Bangkok, in der Bankfiliale, wo ich mein Geld horte, sowas selten angefordert wird, und wenn's selten ist in Thailand, dauert's.

Es hat dann trotzdem mehr als geschlagene Stunde gedauert, bis wir mit allem zur Bank raus waren, auch wenn sich gleich drei Leute um uns kümmerten. Aber wir standen dank wenig Verkehr um Punkt 10.07 Uhr am Ticketschalter der Thai Immigration im Bezirk Chaeng Wattana in Bangkok. Ticket Nummer L67 gezogen, einen Blick auf's Ticket geworfen - noch 46 vor uns. Also raus aus der Immigration. 

Sie ist nur ein kleiner Teil des Goverment Komplexes. Ein riesiges Gebäude, in dem unzählige Ministerien und Offices der Staatsverwaltung untergebracht sind. Im Bauch des Komplexes gibt es eine Shopping- und Restaurantzeile, dazu Banken, Auto-, Haus- und Wohnungsverkäufer sowie den in Thailand unvermeidbaren 7-Eleven.

Schnell dran - aber Mittagspause muss sein

Nach einem Kaffee gegen halb zwölf zurück auf den Wartebänken vor den 5 Schaltern, wow, schon ist L55 dran, das geht ja fix heute. Um 14 vor 12 Uhr dürfen wir ran. Die ansehnlich freundliche Beamtin geht das Papierwerk durch, sortiert hin und her, hat das mit dem Stempeltransfer gleich ohne weiteres zutun gecheckt. 1'900 Baht Gebühr bezahlt, 18 Minuten später fertig. Aber noch nicht ganz, ihre Chefin muss auch noch mal durch. Aber seit 12 Uhr ist Mittagspause für alle. Also alle raus und für eine Stunde schliesst die Geschichte. 

Wir gehen gemütlich Mittagessen, okay, gemütlich nicht so wirklich, aber so gemütlich wie es in einem Chester Grill mittags mit hunderten Beamten aus allen Ministerien und ebenso vielen, die von ihnen was wollen, so sein kann.

Pünktlich um eins sind wir zurück, setzen uns bei der Chefin hin. Sie geht nochmal alles durch, kritzelt hier und da was hin, guckt auf, fertig? Nein, da es von den transferierten Stempeln im neuen Pass noch keine Kopie gibt - wie sollte auch, sie hat ja erst eben noch alles unterschrieben - müssen wir nochmals in den Bauch des Gebäudes. Rolltreppe runter, nach 200 Meter Gehweg hinten links, tatsächlich, der Copyshop. 2 Baht in eine Kopie investiert, unterschrieben - Kopien in Thailand für amtliche und andere Stellen müssen immer unterschreiben sein - und zurück zur Chefin. 

Da bereits ein andere Antragsteller begegencheckt wird, heisst's warten. Aber 5 Minuten später ist's soweit, sie ordnet die Kopie ins Papierwerk ein. Schönen Wai zur Verabschiedung, das war's. Bis nächstes Jahr.

Eh' ich's vergesse: für Behördengänge in Thailand immer hübsch anziehen, lange Hose, anständiges Hemd, keine Flip Flops und, wenn vorhanden, seine allerliebste Angetraute mitnehmen.

Klicken sie hier für detaillierte Angaben zu allen Dokumenten, die für eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung benötigt werden und lesen sie meinen früheren Erlebnisbericht.

Montag, 25. März 2013

Jahresvisum für Thailand

Kommentare :
Am 29. März läuft mein Jahresvisum für Thailand ab. Eigentlich kein Visum, sondern eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung - Extension of stay in the Kingdom of Thailand - auf Basis eines Non O Immigrant Visum für Thailand.
Ist schon schön in einem Land zu leben, wo's so was Leckeres gibt: Pla Kapong Rad Pig Gaeng.
Also auf zur Immigration Divison in den riesigen Government Komplex im Bezirk Chaeng Watthana in Bangkok. Da ich in Klong Samwa, einem Bezirk von Bangkok angemeldet bin, der richtige Ort. Der Antrag muss in der jeweiligen Wohnprovinz gestellt werden. Zuvor gibt's aber eine ganze Menge Papierkram vorzubereiten.

Was braucht's denn?

Stempel der Aufenthaltsbewilligung für Thailand
Als mit einer Thai verheirateter Mann kann ich die Verlängerung zu genau diesem Zivilstand beantragen. Voraussetzung ist, dass die Ehe sowohl im Herkunftsland als auch in Thailand eingetragen ist - soweit so klar.

Nicht so klar sind die gesetzlichen, beziehungsweise die teilweise und individuell auf den Tag genauen Bestimmungen, nur einige Grundanforderungen sind schriftlich formuliert - alles andere erfährt Mann durch Berichte anderer Farangs und/oder Selbsterfahrung.

Geduld hilft

Selbsterfahrung kann so aussehen: nach 4 Stunden warten darf man endlich ran, alles wird gecheckt. Dann fehlt, obwohl nirgendwo in den Bestimmungen gefordert, der Antrag auf Namensänderung der Ehefrau - nicht die Urkunde der Änderung, die ist da. 

Und auch wenn er bereits vor Jahren geändert wurde, die Urkunde der Änderung vorhanden ist und der Name in allen auf dem Tisch liegenden Dokumenten wie Identitätskarte und Pass genau so lautet, wie auf der Registrierung der Hochzeit, welche natürlich auch da ist, heisst's dann am nächsten Tag wieder antanzen. 

Wenn Mann dann mit hochrotem Kopf sich die Zunge verbeisst, sagt die freundliche Dame der Immigrant Division of Thailand zur Ehefrau: "Ihr Mann hat aber wirklich sehr viel Geduld, beinahe schon wie ein Thai. Da hab ich schon Leute gesehen, die mir den ganzen Kram ins Gesicht geworfen haben."

Beim zweiten Mal tut's nicht mehr weh

Aber zurück zum Papierkram. Nein, ganz zurück in die Schweiz. Bevor ich am vorletzten Tag des 2011 ausreiste, hatte ich auf dem Thai Konsulat in Zürich ein Non O Immigrant Marriage Visum beantragt, dieses gilt für einen Aufenthalt von 90 Tagen im Land of Smiles. Kurz bevor die Tage aufgezählt waren, stellte ich dann in Thailand selbst erstmals den Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, dem Extension of stay, für 365 Tage. 

Selbsterfahrung ist ja meist eine gute Erfahrung und so kramte ich zuversichtlich den Plunder des Vorjahres hervor - okay, das ging ganz einfach, da ich alles eingescannt und in ein Powerpoint abgelegt hatte. Fein säuberlich aktualisiere ich, was zu aktualisieren war und kurz darauf war alles in zweifacher Ausführung ausgedruckt und das Antragsformular TM 7 ausgefüllt.

Dann zur Schweizer Botschaft. Sie stellt mir eine Bestätigung aus, dass ich bei ihr registriert bin, kostet keinen Thai Preis, CHF 40. Und zur Wohngemeinde, vor dort braucht's das Kor Ror 2, eine Bestätigung, dass ich immer noch verheiratet bin, kostet Thai Preis, 20 Baht.


Doof gucken passt dann immer gut.
Die Fotos fehlen noch. Fotos? Ja, Fotos. Zusammen mit Frau vor dem Haus oder der Wohnung, mit Hausnummer drauf. Drinnen im Wohnzimmer, im Buddhazimmer, in der Küche und im Schlafzimmer (muss nicht im Pyjama oder während irgendwelchen Aktivitäten sein..). Wenigstens 6 Stück farbig auf 9x13cm ausdrucken und dem Dossier zufügen.

Und eine neue Karte. Eine selbstgezeichnete Karte. Damit die Immigration auch glaubt, dass Mann weiss, wo man wohnt. 

Kein Scherz: möglicherweise nimmt die Polizei die Karte irgendwann zur Hand und kommt auf einen Besuch vorbei. Tschüss Thailand, wenn dann die Fotos ein anderes Bild zeigen. 

Geld braucht's auch

Der Tag war da, auf dem Weg noch zur Bank. Für ein Marriage Visum für Thailand muss ich mindestens THB 400'000 auf einem auf meinen Namen lautenden Konto ausweisen, der Betrag muss seit mindestens 2 Monaten drauf sein, oder ein Renteneinkommen von wenigstens THB 40'000 nachweisen. Ohne Rente ist's bei mir der Betrag. 

Da ich am Vortag schon angerufen hatte, hat mir die Bank die Bescheinigung über den Betrag auch schon ausgestellt und macht auch gleich 2 Kopien davon, wie auch vom Kontoauszug der letzten beiden Monate. Gute Bank, die Government Savings Bank of Thailand. Zahlt auch mit Abstand am meisten Zins für Festgeld.


Für die Aufenthaltsverlängerung in Thailand: diese Dokumente hatte ich dabei.

Dann ging's los

10.55 Uhr, Immigration Division im Government Komplex an der Chaeng Watthana Road in Bangkok. Am Empfang kriege ich mein Ticket mit der Nummer 51. Wir setzten uns und zu unserer Überraschung ist schon die 47 dran. 11.10 Uhr, die 51 ist dran. Da hatte ich noch knapp Zeit gehabt, alle Kopien zu unterschreiben - finde ich immer wieder witzig, dass in Thailand Kopien bei Behörden immer noch unterschrieben werden müssen. Und wir hatten uns schon auf ein Warte-Mittagessen im Bauch des riesigen Gebäudes eingestellt.


Also hin zur Lady am Schalter. Sie will nur eine Kopie von Allem und die Fotos, die Originale interessieren sie nicht. Nach 20 Minuten schon alles gecheckt - und wir dürfen schon zu ihrer Vorgesetzten, die alles auch noch mal prüft. Auch das geht schnell und um 11.40 Uhr habe ich den Stempel im Pass

Nun geht's noch einen Monat, bis ich den endgültigen Bescheid erhalte - die erfolgreiche Antragstellung bedeutet noch nicht ganz die Jahresaufenthaltsbewilligung - in diesem Monat durchläuft der Antrag noch die Mühlen der Immigration, normalerweise aber eine Formsache. 

Hoff' ich wenigstens. Aber Mann weiss ja nie. In Thailand, dem Land of Smiles.

Genau, fast vergessen - nicht vergessen alle 90 Tage melden, dass man noch da ist. Formular TM 47 ausfüllen, Pass mitnehmen und zur Immigration oder noch einfacher, Formular per Post mit Kopien der relevanten Seiten des Passes und frankiertem Antwortcouvert senden.

Hatte ich bisher im Griff, Terminkalender mit Alarm sei Dank. Muss auch als Frührentner noch sein.