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Aus meinem Leben als Schweizer in Thailand.

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Sonntag, 23. August 2015

Sonntagmorgen

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Der Regen plätschert gemütlich aufs Dach. Das Meer ist grau wie der Himmel. Die Wochenendnachbarn kochen scharf, Wolken chilligeschwängerter Schwaden drängen durch, ein fröhliches, lautstarkes Geplapper schallt rüber. Der Bus erwacht zum Leben, gesund orgelt der Diesel, bald ist Abfahrt für die Verwaltung von Suphan Buri. Sie war gestern morgen für eine Nacht am Meer Hunderte Kilometer Richtung Süden gekarrt worden. Neben mir schläft Kätzchen Moo Sang, Kater Puk hat sich auf der Bank gemütlich gemacht. Von drinnen dröhnt der Staubsauger. Die Monsunwinde bringen viel Staub unseres Neubaus ins Haus. Es ist Sonntag früh um acht in Ban Krut.


Der Regen plätschert, das Grün leuchtet intensiv, Himmel und Meer hüllen sich in grau. 
Ein Eritreer hat den Marathon an der Leichtathletik Weltmeisterschaft in Peking gewonnen. Wasser wird knapp, schreibt der Spiegel. Hatte er schon 1961, Mitte der Siebziger und jedes Jahrzehnt danach. 2000 herrscht Wassernotstand, hatte man vorausgesagt. Aber noch immer gibt es genug Wasser. Eine halbe Milliarde Menschen lebt schon von Wasser aus Entsalzungsanlagen. Wasser gibt’s genug und wird’s immer genug geben. Wenigstens für die, die Geld haben. Gebreselassie, der Weltmeister, hat nicht nur all die Kenianer, Ugander und Äthiopier geschlagen. Zuvor musste er seinen Vater überzeugen. Der wollte, dass sein Sohn studiert, nicht läuft. 

Aus Eritrea kommen viele Flüchtlinge in die Schweiz. Auch sie laufen. Weg von einer repressiven Militärdiktatur. Nach 30 Jahren Krieg mit Äthiopien wurde das Land 1993 unabhängig. Jeder, vom Kind bis zum Greis, kann jederzeit zum Militärdienst gezwungen werden. Wer sich weigert wird hart bestraft. Wer fliehen will, darf ohne Warnung erschossen werden. Die Menschen leben von mehr als einer Millionen Verwandten im Ausland. Die schicken Geld und versorgen die Wirtschaft. Im eigenen Land werden sie als Verbrecher angesehen. 

Shawne Fielding, Ex von Ex-Botschafter Bohrer, wird von ihrem Partner nicht geheiratet, weiss der Blick. Armes Ding, sie ist jetzt 46 und die besten Jahre scheinen vorbei. Aber immerhin konnte sie dank ihrem Vater, einem Ex General in jungen Jahren mal Nixon und Kissinger treffen. Auch der Vietnam Krieg ist schon lange vorbei und dort, wo die beiden Herren Gift versprühen liessen, blüht jetzt der Kaffee. Vietnam ist heute der zweit grösste Kaffeeexporteur der Welt. Nicht zuletzt dank Nixon und Kissinger. Verfrühte Reparationszahlung? Möglicherweise haben die USA deshalb seither nichts mehr bezahlt.

Noch einen Kaffee. Eine Mischung aus Arabica und Robusta. Zwei der vierzig Kaffeesorten der Welt. Arabica ist die Wichtigste im Handel und kommt vor allem aus Brasilien, Kenia und Kolumbien. Robusta wächst schneller und ist ertragreicher, gedeiht in Höhen bis 600 Meter. Wie in Vietnam. Die richtige Mischung macht’s. Süditaliener trinken im Mischverhältnis 60 zu 40, im Norden haben sie’s lieber 75 zu 25 oder gar 90 zu 10. Je mehr Arabica, desto säurebetonter und fruchtiger. 

Obwohl, die Süditaliener haben nichts zu lachen. Letzte Woche stand in der FAZ, dass Süditalien wirtschaftlich noch viel schwächer dasteht als Griechenland. Da wurde die Doku „Heimathafen: Neapel“ auf Arte doch genau zur richtigen Zeit ausgestrahlt. Der optische Eindruck bestätigt. Trotzdem quirlt die Stadt vor Leben über. Die Leute lachen. Ein junge Frau erzählt begeistert von ihrer Stadt. Sie war mit ihrem Mann nach dem Studium ins reiche Mailand gezogen, beide hatten einen guten, gut bezahlten Job. Kamen aber zurück. Ihnen fehlten Intensität, Emotionen. Jetzt wohnen sie wieder in der Altstadt und laden die Reporterin in ihr enges Haus auf Spaghetti ein. Drinnen sieht’s aus wie bei Adelina in „Ieri, Oggi e Domani“ von Vittorio de Sica. Nur die sieben Kinder fehlen. Und Sophia Loren.

Wer schon von klein an nicht an die Zukunft denken kann, nimmt jeden Tag als wär’s der Letzte. Kein Geld egal, miese Arbeit egal. Heute und jetzt zählen. Wie in Thailand. Wenigstens vordergründig. Wer sein Gesicht nicht verlieren darf, funktioniert nicht so, wie wir’s uns gewohnt sind. 

Jetzt wird nebenan die Wiese gemäht. Der Rasentrimmer dröhnt, ab und zu knirscht's von aufgewirbelten Steinen und Sand. Sonntag in Thailand ist nicht Sonntag in der Schweiz. Keine Kirchenglocke läutet am Samstag Nachmittag den Ruhetag ein. Die Leute arbeiten sechs Tage die Woche. Da kommt der Rasen eben am Sonntag dran. Der Mäher arbeitet sonst bei der Gemeinde, als Strassenarbeiter. Am freien Tag hat er Zeit, sich ein Zubrot zu verdienen. Dann reicht’s am Nachmittag auch für ein Bier oder zwei. Unsere mäht er unter der Woche, nach fünf. Sie ist nicht so gross, aber gross genug für ein Feierabendbier.

Morgen um acht soll wieder die Sonne scheinen. Dann wird’s wieder wie immer sein. Das Meer blau, die Katzen am Herumtollen, kein Tom Kha Gai Geruch in der Luft, die Verwaltung in Suphan Buri wird an ihren Schreibtischen sitzen, jemand zum Geplärr der Nationalhymne die Flagge hochziehen. Montag morgen eben. 

Sonntag, 7. Dezember 2014

Einmal Schweiz und zurück

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Ferien von den Ferien. Tönt gut und stimmt. Nach eineinhalb Jahren wieder dorthin, wo sich beinahe 50 Jahre mein Leben abspielte. Wie fühlt sich das wohl an? 
Kuh Schweiz
Da guckst du: nach eineinhalb Jahren in Thailand Schweizer Klischees auf der Spur.
Flughafen Don Muang in Bangkok. Ann, meine Frau reist das erste Mal aus Thailand aus. Schon jetzt dick eingemummt in Jeans mit langen Hosen und geschlossenen Schuhen. Unterleibchen, Bluse, Pullover und Schal. Schliesslich gibt's ab hier nur noch Klimaanlage und gemäss Wetterprognose Ende Mai zum Trotz lausige 6 Grad in der Schweiz. 

Erstmal nach Singapur mit Air Asia. Schöner Flug, einfache Einreise und schnell zum Early Check-in der Swiss, damit wir noch die Gratis-Stadtrundfahrt mitmachen können. 

Aber oops - Stand-by

Wir haben sehr günstige Freundes-Tickets meines Schwagers, der bei der Swiss arbeitet. Der Flug ist sehr gut gebucht, wir sind trotz erfolgreichem Einchecken im Web auf Stand-by. Keine Stadtrundfahrt, dafür warten im Check-in Bereich. Ann ist tüchtig genervt. So hatte sie sich das nicht vorgestellt, ist den Tränen nahe. Das erste Mal auf grosse Reise und dann das.

Immerhin, wir dürfen mit in den Jet. Wir sehen auch vom netten Transitbereich des Changi Airports nichts, da wir keine 40 Minuten mehr bis zum Abflug haben. Hetz, hetz und wir sitzen zuhinterst im Airbus. Vorteil WC und Getränkestation gleich um die Ecke, Nachteil tüchtiges Kaltgebläse aus der Klimaanlage.

Nach gutem Essen mit geniessbarem Wein gut eingewolldeckt eingeschlafen und über Wien wieder erwacht. Wie immer kann ich auch in der Holzklasse gut schlafen. Auch Ann hat's einigermassen schlafend überstanden und lächelt mich an. 

Morgenessen und im Regen von Kloten gelandet. SMS an die Eltern, dass alles gut gegangen ist. Passkontrolle auch für Ann kein Problem, das Gepäck kommt schnell, noch durch den Zoll und da steht schon Freund und ThaiTuri Peter morgens um sieben.

Ab nach draussen, in die Kälte. Wirklich frostig und die erste Zigarette nach 12 Stunden schmeckt wie immer irgendwie anders als sonst. 

Ann ist ganz aufgeregt, kann das wirklich so kalt sein? Schon wieder drinnen, erst mal einen guten Espresso mit richtigem Croissant geniessen. Schmeckt richtig gut. 
Schmeckt und kostet ganz schön: Espresso und Gipfeli am Flughafen.
Etwas plaudern, Ann kennt und schätzt Peter schon aus unseren Treffen während seiner Ferien in Thailand. Espresso und Croissant Nummer zwei. Zahlen. Okay, das ist Schweiz - für das Geld hätten wir drei in Thailand ein Festessen genossen.

Schon sitzen wir im Auto, beinahe wäre ich auf der falschen Seite eingestiegen. Schaut doch noch gleich aus. Wie früher nach den Ferien, gleicher Stau am Limattaler Kreuz, gleiche Häuserlandschaft links und rechts, Kehrichtverbrennungsanlage Zürich vor uns. Aber da, kein Coop City mehr im ehemaligen Media Markt in Dietlikon. 

Und ganz schön grün, so richtig saftig grün ist alles, nachdem das Brüttiseller Kreuz hinter uns liegt und der Thurgau naht. Ann guckt begeistert durch die Scheibe. 

Extrem anders als Thailand, die Schweiz in Vorbeifahrt. So schön, so frisch, so aufgeräumt. So exotisch.

So exotisch und idyllisch: Am Bettenauer Weiher bei Uzwil.

Appenzell
So aufgeräumt und gepützelt: Downtown Appenzell. 

Klausenpass
So exotisch, wie gemalt, meint Ann: Bergwelt auf dem Klausen.

Willhelm Tell Denkmal
So exotisch, und aus Skandinavien importiert: Tell und sein Denkmal.

Appenzeller Chor
So exotisch, und für die Exotin: Appenzeller Chor im Garten.

So frisch und exotisch: Kuhweide bei Weinfelden.

So exotisch: Bundeshaus Bern, ohne Guards und frei zugänglich.

So exotisch: Kurzzeitälpler am Greyerzersee.
So war das 2013. Inzwischen waren wir zum zweiten Mal wieder in der Schweiz, die Exotik für Ann bleibt. Sie meint, wäre sie in der Schweiz geboren, würde sie nie woanders leben wollen. Aber jetzt dorthin hin ziehen? Nein, dafür liebt sie Thailand zu sehr. Auch wenn's nicht so sauber ist, das Land des Lächelns mitunter nicht sein Lächeln zeigt.

Ich liebe die Schweiz. Und lebe sehr gern Thailand. Weil es mir das Leben ermöglicht, das ich lebe. Nicht so aufgeräumt, aber so entspannt, so befreit von Burnout. So exotisch. 

Sonntag, 12. Oktober 2014

Yin, eine Migrantin aus Burma

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Yin Win Thu kam mit 17 nach Thailand. Eine Freundin von ihr arbeitete schon in Ban Krut. Mit 16 hatte sie die Schule beendet und wusste nicht, wo und wie sie Geld für sich und ihre Familie verdienen sollte. 


yin win thu
Yin Win an ihrem Arbeitsort im Coffee Next Door in Ban Krut.
Eine weitere Ausbildung kam nicht in Frage, denn ihre Eltern haben noch die vier jüngeren Geschwister zu versorgen. Sie sind Kautschukfarmer und besitzen ein kleines Stück Land. Überhaupt, in Burma gibt eine Familie durchschnittlich 70 Prozent des Einkommens für Nahrung aus. Zum Vergleich: in Thailand sind es 32, in der Schweiz nur 7.

Heute ist Yin 20 und arbeitet im Coffee Next Door in Ban Krut. Erst verdingte sie sich in einem Resort, dort wo ihre Freundin arbeitete, als Zimmermädchen und Hilfe für alles. Dann fand sie bei der Familie Noo Unterschlupf. Die betreiben in Ban Krut 3 Restaurants und ein kleines Resort. Als die Familie das Café baute, wurde sie zur Mithilfe ausgewählt.

Sie wuchs in der südlichsten und wenig besiedelten Provinz Myanmars, Tananthayri, unweit des Städtchens Palaw auf. Palaw liegt am Indischen Ozean an der einzigen Strasse, die Yangoon mit dem Süden Burmas verbindet zwischen der Hauptstadt Dawei und Myeik.


Palaw an der Andaman See, gut 3 Stunden per Bus von Dan Singkhon entfernt.
Das Land ist abgesehen vom einem schmalen Küstenstreifen bergig und von dichten Wäldern bedeckt. Der höchste Gipfel liegt mit wenig Küstenabstand 1'500 Meter über Meer. 

Im  Tanintharyi Nationalpark, der 2002 gegründet wurde und sich über 3'160 Quadratkilometer bis zur Grenze von Thailand erstreckt, dort an den Kaeng Krachan Nationalpark grenzt, gibt es Tiger, Leoparden, Elefanten, Tapire und Hirsche. Allerdings wird das Gebiet auch besiedelt und für den Anbau von Ölpalmen genutzt, da es keine staatlichen Mittel zum Schutz gibt.

Yin gehört der Volksgruppe der Bamar an. Burma oder Myanmar, wie es seit 1989 heisst, war in der Geschichte nie ein vereinter Staat dieser Grösse. Erst die Engländer hatten alle im 19. Jahrhundert eroberten Gebiete zum Gebilde Burma gemacht, gaben den verschiedenen Völkern aber eine gewisse Selbstständigkeit. 


Burma während britischer Kolonialzeit
Ethnien und ihre Gebiete in Burma zur Englischen Kolonialzeit.
Nach dem Krieg und der Unabhängigkeit 1949 entstand der Vielvölkerstaat Burma mit heute 53 Millionen Einwohnern. 68% gehören den Bamar an, 9% sind Shan, 7% Karen, 4.5% Rohingya, 2.4% Mon, 1.4% Kachin. Dazu gibt es weitere Ethnien mit kleinerem Anteil. 

Seit der Staatsgründung fordern Minderheiten wie die Shan und Karen Autonomie. Seither und bis heute gibt es in diesen Gebieten bewaffnete Konflikte. Gerade erst Ende September drangen wieder Nachrichten von Gefechten bei Myawaddy zwischen der Karen National Liberation Army und der Thadaw, wie die Armee Burmas genannt wird, in die Presse.

Das seit 1962 herrschende Militär hat in den letzten 20 Jahren enorm aufgerüstet, die Aufständischen zurück gedrängt und unterhält jetzt eine Armee von 500'000 Mann (!). Rund 20% des Staatshaushaltes werden dafür ausgegeben.

Über 100'000 Menschen, vor allem Karen, leben als Flüchtlinge in Lagern im Norden Thailands, etliche Zehntausend wurden von den USA, Kanada und anderen Staaten aufgenommen. Im Land selbst sollen bis zu 2 Millionen Leute aus ihren angestammten Gebieten vertrieben worden sein.


Flüchtlingslager Karen in Thailand
Karen Flüchtlingslager im Norden Thailands.
In Tanintharyi, früher Tenasserim, blieb es ruhig, es wird zumeist von Bamar bewohnt. So wuchs Yin ohne Wissen über die Umstände ihres Landes auf, besuchte die staatliche Schule und erfuhr erst in Thailand, was in ihrer Heimat alles geschieht.

Mehr als 2 Millionen Menschen aus Myanmar sollen in Thailand arbeiten, gut die Hälfte wohl ohne Papiere und entsprechend ihren Arbeitgebern ausgeliefert. 

In Thailand entstand durch den wirtschaftlichen Aufschwung ein enormer Bedarf an Arbeitskräften für minderwertige Tätigkeiten, welchen Migranten aus den umliegenden Ländern ausfüllen.

In Ban Krut sind geschätzt mehr als die Hälfte aller Zimmermädchen der Resorts und Kellnerinnen in den Restaurants aus Burma. Männer arbeiten in der Fischindustrie Bang Saphans.


yin win thu
Trotz Heimweh hat sie seit 3 Jahren ihre Familie nicht besucht.
Yin hatte Glück. Ihr Arbeitgeber behandelt sie gut, besorgte die Arbeitserlaubnis und bezahlt einen Monatslohn von 6'500 Baht. 

Essen und Wohnen kann sie bei der Familie. Ihr Arbeitstag dauert von morgens 7 bis abends 7, 7 Tage die Woche. Sie erhält aber freie Stunden, wenn sie die benötigt, ab und zu auch freie Tage, wenn ihre Chefin nach Bangkok reist.

In den 3 Jahren Ban Krut ist sie noch nie zu Hause gewesen. Einmal kam ihre Mutter sie besuchen. Sie will bleiben, bis sie genug Geld auf der Seite hat. Ihr Traum ist ein eigenes Kaffee in Palaw, mit 25 heiraten und 3 Kinder kriegen.

Von den 6'500 Baht spart sie 6'000.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Short Time in Pattaya - über Beer Bars und die Walking Street

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"Sawadee kah, I am Noi, nice to meet you."
     "Im Peter, nice to meet you too." 
"Where do you come from?" 
     "I am from Nong Prue." 
"No, I dont mean where your hotel is, I mean, where you come from." 
     "I come from Nong Prue, no Hotel." 
"Khun have Ban in Nong Prue? You live here?"
     "Yes, something like that." 
"Are you married?" 
     "Yes."
"Thai or Farang?"
     "I am a Farang."
"No, I mean your wife."
     "Sorry, my wife is Thai, she will pick me up in one hour."
"Short time ist not for you!?"

Ich weiss nie, ob das eine Frage oder eine Feststellung ist und was genau gemeint ist. Immerhin, eine Stunde für ein Bier ist für mich alles andere als eine Short Time.

Pattaya Beer Bar
Beer Bar in Pattaya: auch für Short Time mit nur Bier.
Ich sitze früh abends als einziger Gast in einer dieser hufeisenförmigen Beer Bars. Zwölf wackelige Hocker, ein abgenutzter Billiard Tisch. Auf dem Fernseher läuft irgend ein Premier League Spiel von letzter Woche, aus den überdimensionierten Boxen dröhnt Techno. Einige der Frauen frischen ihr Make Up auf, andere chatten über Line.

Noi muss um die Dreissig sein. Wie alle in der Bar verdient sie ihren Lebensunterhalt nicht mit dem Bier, das sie mir bringt. Schon eher mit Kennenlernen, ein bisschen Schmus, Vier gewinnt oder Billiard Spiel, dann bezahlt der Gast dem Wirt eine Entschädigung für den Arbeitskraftausfall. Der Deal zwischen Gast und ihr bleibt ihre Sache, auch, was sie dann treiben. Ob das Treiben selbst das Ziel ist, bleibt ein Mysterium.

Abertausende dieser Geschichten, lustig und traurig, erschütternd und beglückend, kursieren im Internet. Viele Bücher wurden darüber geschrieben, Filme gemacht. Sie sind das, was Pattaya bekannt gemacht hat.

Man mag darüber und über Sextourismus denken, was und man will. Aber kaum zu glauben, wie bei so vielem in Thailand, wie subtil alles läuft. Man ist mitten drin und merkt es nicht einmal.

Beer Bar Pattaya
Bar Meile in Pattaya: "Du sitzt mitten drin."
Als ich nach einer Reise durch Kambodscha für zwei, drei Tage das erste Mal in Pattaya war und in einer Beer Bar sass, fragte ich meine allwissende Begleitung: „Und wo läuft den nun das, was hier so laufen soll?“ „Du sitzt mitten drin.“

Die eher offenherzige Kleidung der Frauen hatte ich dem Umstand zugezählt, dass es eben eine Bar war, in der ich sass.

Das Image von Central Pattaya und der Walking Street von heute war die Realität der späten Neunziger. Damals gab es wenige Shops, keine hypermodernen Einkaufszentren, nur ein paar Restaurants, dafür umso mehr offene Flächen mit Beer Bars gleich im Dutzend aneinander gereiht. Der Walking Street entlang ein A-GoGo Schuppen nach dem anderen.

Eingang zur Walking Street früher, heute eckig und ohne Bild des Königs.
Sie begann und beginnt am grossen Tor. Walking Street steht neongrell darüber und natürlich war und ist ein Porträt des Königs da. Sein Blick nicht in die berüchtigte Strasse gerichtet. 

Heute sind da viel mehr Geschäfte, Shisha Bars, Discos und Clubs. Mehr von dem, was Paare im Urlaub nicht missen wollen. Die Walking Street der Neunziger entsprach meiner romantisierten Vorstellung eines Vergnügungsviertels von GIs. Die 300 Meter von heute scheinen friedlicher als damals, viel Schlechtes ist verschwunden. Oder unsichtbar geworden, hat sich vielleicht in die Hinterviertel verzogen.

Ich hoffe verschwunden. Was man auch immer von der Vorgehensweise halten mag, Thailand hat in den letzten 15 Jahren vieles getan und das nicht erfolglos. Machte Pattaya auch für normale Touristen wieder zugänglicher und interessanter.

Pattaya Walkingstreet 60er Jahre
Pattaya 1979: Ein Schweizer war schon da.
Dort wo heute ein Hip Hop- oder Houseclub oder beides betrieben wird, war früher eine Live Music Bar. Von diesen gab es früher einige. Oft spielten erstaunlich gute Coverbands, der Sound immer ein paar Dezibel zu laut

In eben einem dieser Houseclubs, früher meine Lieblingsmusikbar, bestellte ich am Tresen ein Bier. Ein Mann drehte sich zu mir um und sagte mit amerikanischen Akzent: "Its my turn." "Sorry, i didn’t saw that youd like to order a drink." 

"I was here a long time before you, a really long time." "What do you like to drink?" bot ich an. Kurze Zeit später erfuhr ich, was dieser ältere Mann meinte, als er sagte er sei lange, sehr lange vor mir hier gewesen. 

1968 Walking Street Pattaya
1968: Blick von der Walking Street auf die Beach Road. Noch ohne Eingangstor.
Ich sass mit einem ehemaligen GI zusammen, der im Vietnamkrieg gedient hatte und seine Rest & Recreation Tage hier verbracht hatte. Der Mann war ein brillanter Erzähler. Erzählte wie es damals in Pattaya war, wo was hier oder eben mehr dort stand.

Wie verrückt Pattaya war, für ihn aber der friedlichste und normalste Ort der Welt. Viele Storys, aber nicht ein Wort von dem, was er in Vietnam erlebt hatte. Als, wenn ihm nur die Zeit, die er hier verbrachte, im Gedächtnis geblieben wäre. Wie viele Soldaten mit Kriegserlebnissen, sie behalten das Unerträgliche für sich. 

„Shit, i had a good time here. I think, Im still alive because i could be here.“ Ab und zu besucht er den Ort, der ihm die gute Zeit gab. Die wohl nur deshalb gut war, weil das, was dazwischen war, weniger gut war. Heute trifft man solche Männer kaum mehr. 

Auch seine Walking Street ist nicht mehr die, die er als junger Mann während des Krieges besucht hatte, nicht einmal mehr der Torbogen über dem Eingang.



Montag, 23. Dezember 2013

Nach Thailand reisen - der ThaiTuri hebt ab

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Dieses Jahr war nichts mit ein paar Tagen Thailand unterm Jahr. Jedes Jahr nehme ich mir vor, irgendwann im Sommer ein paar Tage abzudüsen und jedes Jahr geht das dann irgendwie unter. 
Ab nach Südostasien. A380 der Singapore Airlines kurz nach dem Start in Zürich über dem Appenzellerland.
Muss wohl noch etwas an meiner Work-Life-Balance arbeiten, nein, mich nicht von der Arbeit erdrücken lassen. Aber bald ist’s endlich soweit. Mit jedem kürzeren Tag naht auch die Rückkehr in mein Luftwurzelland Thailand.

Flug nach Thailand buchen

Die Tickets sind gebucht und bezahlt. Den richtigen Zeitpunkt für die Buchung gibt es nicht, aber den Optimalen. Ich setze mir ein Budget, schau mir die Flugpreise vor und nach den Schul-Sommerferien an und schlage zu, wenn der Preis dem Budget entspricht und die Fluggesellschaft dahinter nicht zu abenteuerlich scheint. Mal buche ich schon im August, ein anderes Mal sozusagen beim Kofferpacken.

Die aus meiner Sicht beste Übersicht über die aktuellen Preise gibt es bei Ebookers. Den Flug selbst aber meist besser direkt online bei der Fluggesellschaft buchen. Dann fallen die Gebühren des Anbieters weg und der Sitzplatz wie auch spezielle Wünsche können gleich einfach mit gebucht werden. 

Einreise nach Thailand

Diesmal entfällt die Antragstellung für ein Visum. Ich erfülle mit 30 auf den Tag genau die Aufenthaltsdauer für die Einreise ohne Visum, mein Pass ist noch mehr als 6 Monate gültig. Die Arrival/Departure Card wird im Flugzeug verteilt, erhält man aber auch am Schalter vor der Passkontrolle. Das Formular im Flieger ausfüllen mindert meinen Ungeduld- und Nervenspiegel. Und wär dann auch schön doof, nach einer Stunde ohne vor dem Zollbeamten zu stehen.

Dafür nimmt man die lange Reise auf sich: Sonnenaufgang am Strand von Ban Krut.  

Reisevorbereitung = Einkaufsliste

Die Reisevorbereitung beginnt bei mir ein, zwei Tage vor der Reise zurück in die Schweiz. Eine Liste muss erstellt werden.  Mit allem was unser Zweithaushalt in Thailand braucht. Mal ist es eine Wasserschlauchkupplung oder Aromat, mal ein Daunenkissen. Kriegt man wohl auch in Thailand, aber die sind so klein und fühlen sich irgendwie anders an. 

Ich gebe es zu, ich behaupte anpassungsfähig zu sein und auf vieles verzichten zu können ohne es wirklich zu vermissen – andererseits bin ich auch nicht mehr 20 und muss gleich in die Rekrutenschule einrücken. 

Meine innig geliebten Nespresso Kaffeekapseln und original schweizerischen Kaffeerahm. Die Maschine habe ich schon vor Jahren mit Mühe und Not durch den Zoll am Suvarnabhumi Airport gebracht. Klar gibt es in Thailand auch Kaffee und Milch.
Im Coffee Next Door in Ban Krut gibt's richtigen Bohnenkaffee, aber keinen Schweizer Kaffeerahm.
Nur, ich mag keine Milch, weder von Kühen noch von Schafen oder Ziegen in meinem Kaffee. In grossen Supermärkten gibt’s Kaffeesahne, aus Deutschland oder auch aus Dänemark oder Holland. Die ist sicher gut, nur eben nicht „mein“ Kaffeerahm. Und schon gar nicht mag ich Instantcafé oder noch schlimmer die 3 in 1 Tütengemische, die in Thai Haushalten Standard sind.

Was für uns Brot ist für die Thais Reis. Ich habe Reis gern, esse in oft. Nur, für mich bleibt Reis definitiv Reis und ist nur sättigungstechnisch Brotersatz, aber sonst dasselbe wie Nudeln oder Kartoffeln – Beilage zum Fleisch.

Kaum zu glauben, da wäre Reis die Hauptspeise: Pla Kapong Tod Katiam - der ThaiTuri mag keinen Fisch.
Nicht überall, aber da und dort wird Brot angeboten, aber leider nur selten so wie ich es mag. Ein dreifaches Hoch auf Frischbackbrote.  Allerdings braucht man dazu einen Backofen und das ist eines der Küchengeräte, welche die Thailändische Küche nicht wirklich braucht und somit dort nicht anzutreffen ist.
Täglich 3 Brote im Angebot: Sweet home Bakery in Bang Saphan.
Also, Kleinbackofen mitnehmen. War schon mühsam, das Teil in den Flieger und wieder raus zu hieven, aber als Fotoausrüstung getarnt und Langzeitlösung war’s mir wert. Erstaunt stellte ich aber fest: in den grossen Märkten von Big C, Tesco und auch bei Homepro gibt’s Backöfen in allen Grössen, und auch noch günstiger als bei uns. 

Zuletzt noch das Motorrad in die Vorratskammer und sommerfest einstellen. Damit beim nächsten Urlaub nur die Batterie rein muss und ich sofort mobil bin. Ich habe mir vor einigen Jahren den Luxus einer Honda PCX geleistet, etwas grösser und vor allem bequemer als die üblichen Roller. Mein Hintern hat sich schon einige Male bedankt. 

ThaiTuri Peter in thailändischer Vollmontur auf seinem Luxusroller.

Reisevorbereitung = Info, Info, Info

Zurück aus Thailand geht die Reisevorbereitung weiter. Meine Luftwurzeln sorgen dafür, dass ich am Ball bleibe. Eine davon versorgt mich mit digitalen News. Google Alerts informieren mich täglich über alles, was in deutsch- und englischsprachigen Zeitungen über Thailand geschrieben wird. Dazu kommen Besuche bei der Bangkok Post und der Nation, sowie Aufrufe von Foren und Blogs zum Thema.

Dank Thai TV Global kann ich täglich Nachrichten schauen - im wörtlichen Sinn. 
Die oft, sehr oft ausgestrahlten Thai Soap Operas, Lakorn genannt, deren Handlung irgendwie immer die gleiche ist und einzig aufgrund der wechselnden Schauspieler erkennbar ist, das eine neue Serie begonnen hat, haben aber auch ihr Gutes. Sie zeigen die momentane Mode und von welchen Accessoires und Gadgets wohl viel Thais träumen. Und meine Frau liebt sie.

Ein anderer Arm meiner Luftwurzeln ist der persönliche Kontakt zu thailändischen Freunden und Bekannten. So erfahre ich das neueste aus der Gerüchteküche und viel Tratsch und Klatsch. Dem wird, wie ich finde, gerne zu wenig Beachtung geschenkt. Aber gerade da erfahre ich viel über die Grundstimmung meiner Nachbarschaft, der Region und des Landes.

Gerüchteküche Markt: der Treffpunkt an sich in Thailand.
In Thailand, meine Erfahrung zeigt es und ich behaupte das deshalb, werden News und Meinungen oft durch das Hören und Sagen weitergegeben und gebildet: Der Arbeitskollege unseres Nachbars, sein Freund, der einen Verwandten in Bangkok hat und in der Nähe des Kongresshauses eine Suppenküche betreibt, hat gehört, dass… 

Die neusten Ereignisse zeigen, dass diese Art der Kommunikation offensichtlich gut funktioniert. Ob sie dann auch geeignet ist, eine eigene Meinung zu bilden, ist eine andere Baustelle.

Was politische Stabilität mit der Temperatur zu tun hat

In einem Land, in dem politische Stabilität etwa so lange dauert wie es in einem Jahr Tage unter 25 Grad Celsius gibt, ist es eben der Tratsch, der weit voraus auf Ereignisse hindeutet. 
Klimadiagramm von Bangkok: unter 25 Grad wird's selten.
Während offiziell stabile Lage kommuniziert wird, erfahre ich über den Gerüchte Kanal, das was im Anmarsch ist. Und immer wieder erstaunt mich wie oft die Headline der Bangkok Post voraus eilende Gerüchte bestätigt.

Dann hab ich noch eine Luftwürzelchen, dass mir objektiv seine Erlebnisse als Farang in Thailand berichtet und mich auf die scheinbar unscheinbaren, aber interessanten Zeitungsartikel hinweist.

Meine Vorbereitungsaktivitäten geben mir ein Bild, was in Thailand los ist, was in ist und wie die Stimmung ist. Thailand wäre nicht Thailand wenn der gewonnene Spiegel dann auch korrekt spiegelt. Deshalb bleibt nur eines: die gewonnene, vorgefertigte Meinung, weit, weit in hinteren Bereich des Hirns ablegen und nur zum Abgleich mit der Realität hervor holen. 

Damit ich Thailand immer wieder so erleben kann wie Thailand eben ist und nicht wie ich meine, das Thailand sein müsse. Und damit ist auch sichergestellt, dass ich nach meinen Ferien was zu erzählen habe.



Freitag, 3. Mai 2013

Tief sehen ist eine Notwendigkeit und Lächeln eine Sprache in Thailand

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Das erste Mal in Thailand. Ankunft in Bangkok, damals noch am Don Muang Flughafen, und mit dem Taxi ins Hotel. Der Fahrer bemerkte schon bald: „Ah, ihr erstes Mal in Thailand“.
Beeindruckend, nicht nur beim ersten Mal in Thailand: die Skyline von Bangkok.
War ja auch nicht schwierig zu erkennen. Neugierig wie ich alles, was an uns vorbei rauschte, bestaunte. Im Hotel angekommen. Check in. Die Dame an der Rezeption wünschte mir für meinen ersten Aufenthalt in Thailand viel Vergnügen. Ich hatte in meinen Pass den einen oder anderen Stempel, aber noch keinen von Thailand. Ich dachte: gut kombiniert und in einen freundlichen Wunsch umgesetzt.

Abends im Restaurant. Klar bestellte ich etwas Thailändisches. Bestimmt stellte der Kellner fest, dass ich das Essen wohl nur wenig scharf möchte. Ebenfalls klar bestellte ich normal scharf. Auch klar, ich bereute es bereits beim ersten Bissen.

Und es begleitete mich während meines gesamten Aufenthaltes. Die Verkäuferin im Einkaufszentrum, der Lift Boy im Hotel, der Kontrolleur im Sky Train. Alle stellten sie fest: „Ah, ihr erstes Mal in Thailand.“

Ein paar Besuche später wechselte die Frage zu „Sind sie geschäftlich hier?“ Die Bestimmtheit des Kellners änderte sich nicht, nur das ich seine Feststellung bejahte. Reise ich heute nach Thailand, lautet die Frage „Leben sie hier oder kommen sie öfter für länger?“ Die Kellnerin im Restaurant fragt, auch wenn ich auf englisch bestelle: „Ped? Ped nid noi, ka?“ (Scharf? Oder nur ein Bisschen?) Offensichtlich habe ich mein Verhalten geändert.
Pla Kapong Nueng Manao: Ped Maak - Fisch in Zitronensauce schön scharf mit viel Chili und Knoblauch.
Tiefer sehen. Keine übernatürliche Begabung. Eine von Generation zu Generation weitergegebene, seit Geburt geübte tiefe Aufmerksamkeit auf sein gegenüber, das Beachten von kleinen Gesten, feinen Regungen. Man erfährt Dinge, die nie ausgesprochen werden müssen.

In Thailand gehen die Menschen behutsam miteinander um und achten sehr darauf, dass jede Frau und jeder Mann zu jeder Zeit das Gesicht bewahren kann. Ist stets freundlich und zuvorkommend. 

Niemand verliert gerne sein Gesicht

In LOS, dem Land of Smiles, ist das ganz, ganz wichtig, die wichtigste Verhaltensregel. In einem Land, in dem das Kollektiv eine weit aus grössere Bedeutung als das Individuum hat, in dem die Lehre Buddha von über 92% der Bevölkerung als Glaube verstanden und gelebt wird - und wohl noch ein paar Umstände mehr - wird dieses Verhalten seit Generationen vorgelebt und vermittelt.

Buddha lehrt, dass alle Dinge „Leiden“ sind. Ich verstehe das so: Der Mensch begehrt von Natur aus. Nach Nahrung, Wärme, Schutz. Hat er dies, begehrt er nach mehr. Wie im Lied von Hans Dampf. Was er hat, will er nicht. Was er will, hat er nicht.

Nun lehrt Buddha, einfach gesagt, dass Menschen, die nicht mehr Begehren und sich von allen Zwängen befreit haben, Glückseligkeit erreichen. Das erreicht man unter anderem, indem man richtig sieht, richtig hört, richtig fühlt, richtig spricht.

Wird dieser Glaube in einer Gesellschaft gelebt, bemühen sich alle, das eigene wie auch das Gesicht des anderen zu wahren. Richtig hören und richtig fühlen bedingt das Gegenüber richtig wahrnehmen und situativ richtig agieren. Kritik oder Belehrungen sind, wenn überhaupt, im Masse anzubringen.

Sprechen mit Lächeln

Wer das selbst versucht, wird merken, wie schwierig das ist. Nun kommt das Lächeln als Sprache ins Spiel. Das erleichtert ungemein. Der Kassier gibt zu wenig heraus. Man schaut ihn an, lächelt, schaut zum Geld, wieder zu ihm, und lächelt wieder. Weil er richtig fühlt und sieht, bemerkt er den Fehler und gibt den richtigen Betrag mit einer Entschuldigung.

Statt der Kellnerin zu erklären, dass zu einem Rotwein ein Rotweinglas und keine Plastikbecher gehören, trinkt man den Wein lächelnd aus dem Plastikbecher. Wo zu Rotwein Plastikbecher serviert werden, ist es eher unüblich, dass Wein bestellt wird. Man hat das entweder billigend in Kauf genommen oder eben nicht richtig gesehen. Som namm na, selber Schuld. Sagte ich meinen Freunden am Tisch.

Wahrscheinlich von uns animiert, bestellten die Gäste am Nachbartisch ebenfalls eine Flasche Wein. Und erhielten Weingläser dazu. Die netten Kommentare meiner Freunde führten zu fröhlichem Gelächter und bewegte die Kellnerin, uns umgehend ebenfalls Weingläser zu bringen. Die Stimmung konnte nicht besser sein. An diesem Abend schauten wir etwas tiefer als üblich - in die Weingläser.

Wenn man denkt, man habe es begriffen, kommt es vielleicht doch anders. Die Sprache des Lächelns muss gelernt sein. Wann ist einfach, einfach immer - und vor allem dann, wenn es einem eigentlich vergangen ist. Lächelt man trotzdem ist, es nur noch halb so schlimm. Das hilft wirklich, wenigstens mir.
Markt in Thailand: Lächeln ist eine Sprache, welche die Ware noch frischer macht. 


Unser wichtigstes freundliches Signal ist das Lächeln. Mit dieser angeborenen Verhaltensweise sind wir in der Lage, uns mit völlig Unbekannten anzufreunden. Ein Lächeln entwaffnet. Erst kürzlich las ich von einem amerikanischen Sergeanten, der sich plötzlich zwei Vietcong Soldaten gegenüber befand. Sein Gewehr versagte, und da lächelte er, was seine Gegner hemmte. Misstrauen und Angst liessen den angebahnten Kontakt jedoch sofort wieder ersterben. Der Amerikaner lud durch und tötete seine Gegner. (Aus aus dem Buch Liebe und Hass von Irenäus Eibl-Eibesfeldt)

Wie Farang einer Thai erklärt, was ein Tram ist

Wenn und wie eher schwieriger. Als ich das erste Mal mit meiner Frau, nach Zürich ging, fragte ich sie „Weißt du, was ein Tram ist?“ In Thailand gibt keine. Fälschlicherweise lächelte ich, während ich fragte. Das Lächeln übersetzte sie mit: jeder weiss, doch was ein Tram ist. Entsprechend war ihre Antwort „Ja, sicher.“ Der unsichtbare Kommentar von ihr lautete wohl „Keine Ahnung.“

Als wir durchs Stadtzentrum spazierten meinte sie Zürich sei wirklich schön. Nur, dass sehr viele Züge fahren. Beim nächsten Tram das uns entgegen kam fragte ich sie „Weisst du weshalb die Trams hier weiss-blau sind?“ „Weiss-blau ist die Flaggenfarbe der Stadt und des Kantons Zürich.“ Sie fragte mich, wie viele Trams es in dieser Stadt gibt und lächelte. Die Frage war belanglos, meine Frau teilte mir so mit: „Ich weiss, nun was ein Tram ist. Das Lächeln hiess: „Gut reagiert, Ehemann, weiter so.“

Lächle dich selbst an

Lächeln führt dazu, dass das Hirn Endorphine produziert, die körperliche und seelische Schmerzen verringern und das Wohlbefinden steigern. Schau jeden Tag morgens früh in den Spiegel und lächle. Das wirkt und sorgt für einen guten Start in den Tag - auch bei Farangs.



Mittwoch, 3. April 2013

Arbeiten in Thailand 2 - der ThaiTuri übersteht's und macht ein Experiment

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"Du machst das freiwillig, so schlimm ist es nicht und schlimmer wird es nicht mehr werden." Leider ein Irrtum. ThaiTuri Peter arbeitet in Thailand für einen Tag als Küchengehilfe.
Arbeiten in Thailand: Nicht nur in der Küche, auch beim Strassenbau wird viel geschwitzt und wenig verdient.
Ich esse vieles und versuche beinahe alles. Ich weiß, wie frittierte Heuschrecken und gekühlte, deshalb bewegungsstarre, im Zuckerrohr geborene kleine weiße Tierchen - genau, Maden - schmecken.

Aber, ich esse keinen Fisch. Weder gekocht noch gegrillt oder sonst wie zubereitet. Fische mag ich im Wasser wenn sie so vor sich her schwimmen. Da riecht auch nichts.

Nichts für ThaiTuri Peter: Im Bananenblatt gegrillter Fisch.
„Peter, hier“. Cop zeigt auf enorm große Schüssel, gefüllt mit...noch gefrorenen, aber auftauenden Fischstücken. Er lacht. „Nicht essen, du, mit beiden Händen, vorsichtig Fischstücke drehen. Ich Zutaten reinschütten“.

Am Ende entsteht daraus ein pikant gewürztes frittiertes Fischgericht. Ein Selbstläufer, der Gaumenschmaus für eine Thailändische Hochzeitsgesellschaft an sich. Entsprechend viele, viele Fischstücke wollen gewürzt und liebevoll gedreht werden.

Lieber Schwager Cop, du wirst diese Zeilen zwar nie lesen, aber ich werde sie dir übersetzen. Dank dir habe ich gelernt, mich selbst zu überwinden. Nein, ich werde es nicht übersetzen, ich werde es dir zeigen. Ich kenne deine Abneigung gegen Schwimmen, irgendwann, vielleicht schon bei meinem nächsten Besuch in Thailand, folgt die Revanche.

Thais lassen sich nicht stressen

17.45 Uhr, der Countdown steht bei 45 Minuten. Noch ist nichts fertig. Ein Buffet für 200 Hochzeitsgäste und nicht mal das Buffet steht. Ich habe mir Müdigkeit auf Vorrat besorgt, fühle mich aber bereits wie am Ende eines harten Arbeitstages.

Ich arbeite als Teil eines Teams, integriere und engagiere mich, bin aber bei weitem nicht der Highperfomer des Teams. Gai arbeitet ruhig, überlegt und stetig. Sie nimmt es gelassen und souverän, arbeitet ohne auch nur den kleinsten Hauch auch von Hektik entstehen zu lassen. Ihre Leistung ist unter diesen Arbeitsbedingungen bewundernswert.

Cop behält den Überblick und kocht an zwei Brennern gleichzeitig. Klar, etwas chaotisch ist er schon. Wie alle in der Küche kann auch er ohne Hektik - allen scheinen sie stressresistent zu sein. 

Meine Frau Siren imponiert mir durch ihre Kreativität und handwerkliches Geschick. Das Buffet wird so zum Augenschmaus. Auch Chess, der andere Küchengehilfe, fügt sich ins Puzzle ein und ist da wo er gebraucht wird.

Cop weist an: „Peter mitkommen, wir machen Buffet bereit. Tische aufstellen und so.“ Er hilft mir, die Tische aufzustellen und erklärt, dass alle in einer Reihe stehen sollen und die Tischplatten eine Ebene bilden müssen. „Tischtuch und so nicht vergessen“ und weg ist er.

Tische und Stühle für 200 Gäste: Stimmt die Ausrichtung?
Kaum angefangen stehe ich mit dem Gelände auf Kriegsfuß. Bis jetzt war da eine scheinbare Ebene, nun da ich versuche, die Tische in einer Reihe und die Tischplatten zu einer geraden Linie zu vereinen, hat sich der Platz in eine Kraterlandschaft verwandelt. Aus „einer meiner leichtesten Übung wird nun „auch das krieg hin.“ Hingekriegt, Tischdecke drüber und fertig. Infrastruktur für die Gäste steht, Essen fehlt. Es ist ja auch erst 18.00 Uhr.

Es geht los

Die ersten Gäste treffen ein, bestaunen das leere Buffet, holen Getränke und Eis. Small Talk, es wird gelächelt und gelacht, gute Stimmung. Dann macht sich etwas Anspannung bemerkbar. Das Brautpaar wird jeden Moment erwartet. Ich gehe zurück zur Hektik- und stressfreien Zone, in die Küche.

18.10 Uhr, noch 20 Minuten bis zur Eröffnung des Buffets. Platten und Töpfe stehen bereit, sind aber noch leer. Rechauds werden aufs Buffet gestellt und angezündet. Der Weg von der Küche zum Buffet beträgt 30 Meter, gefühlt. Aber 20 sind es sicher, mindestens. 


Der Sturm aufs Buffet kann beginnen.
Chef Cop: „Du unterhalten das Buffet.“ War mir nach der Übersetzung nicht ganz klar, ob ich jetzt den Alleinunterhalter spielen soll. Okay, klar, ich war ab sofort verantwortlich, dass immer genügend Essen da ist, das Buffet jederzeit schön präsentiert ist. Und vor allem gebe ich der Küche frühzeitig Bescheid, was noch benötigt wird.“ Pro Weg jedes Mal mindestens 20 Meter. Allenfalls hätte da die moderne Kommunikationstechnik.. aber schon zu spät.

18.30 Uhr. Letzter Handgriff und das Buffet ist eröffnet. 18.45 Uhr, der Riesentopf mit gekochtem Reis ist beinahe leer. 3 Minuten später, Reis ist wieder genügend da. Aber Tom Jam Gung (Suppe mit Shrimps) ist alle, auch geholt und aufgefüllt. 18.58 Uhr, die Riesenplatte mit frittiertem Fisch ist zum zweiten Mal leer. 19.00 Uhr, die Fleischplatte möchte nachgefüllt werden und auch das Gemüse ist fast weg.

Gesicht verlieren geht nicht 

Ich schreite mit kiloweise Fleisch und Gemüse zum Buffet. Zwei der Hochzeitsgäste stehen auf meinem Weg und unterhalten sich. Ich bin der Küchengehilfe eines Thais, also habe ich mich auch als solchen zu verhalten und stehe still, schaue den Geästen in die Augen, lächle, schaue zum Buffet und warte. „Äh, ko toot, darf ich bitte vorbei“ geht nicht, da die Gäste ihr Gesicht verlieren könnten.

Ich sehe tief und erkenne, dass sie das nicht absichtlich tun. Also lächle ich sie erneut an und schaue zum Buffet. Tief Sehen ist eine Notwendigkeit, und Lächeln eine Sprache. Also lächle ich noch immer, wenn auch etwas verzehrt und sehe tief - in etwa so tief wie meine Arme vom Gewicht der Fuhre sich langsam verlängern und denke „Schnallt ihr es denn gar nicht, ich muss hier durch.“ Meine Heimatmentalität bricht durch, nochmals von vorn. Leichtes Räuspern, lächeln, zum Buffet schauen und ich werde verstanden. Nicht nur das, unvermittelt helfen mir die Beiden beim Tragen. „Soly, we not realize it.“

20.15 Uhr ungefähr jetzt wäre eine Infanteriekompanie der Schweizer Armee gesättigt. Nicht aber die Hochzeitsgäste. Die Stimmung ist gut und der Hunger riesig. Zwei Stunden später und nach etwa fünfhunterdreiunfünfzig Mal hin her gehen, vielen Komplimenten für das gute Essen ist Ab- und Aufräumen angesagt.

Endlich Feierabend

00.30 Uhr Wir sind im kleinen Restaurant von Cop. Der Pick Up ist entladen und alles an seinen Ort verstaut. Feierabend.

Geschafft: Zu viert für 200 Leute gekocht. Zeit für ein Bier.
Cop spendiert ein Bier. Das Brautpaar war mit uns offenbar sehr zufrieden, wir haben ein großzügiges Trinkgeld erhalten.

Wie war das jetzt noch mal mit der einfachen Tätigkeit in meinem Lieblingsferienland. Nach dem kleinen Einblick in diese Arbeitswelt den Ausblick erweitern? Von Cop hätte ich aufgrund guter Arbeit statt 400 sogar 500 Bath erhalten. Dazu käme noch den Trinkgeldanteil von 200, macht zusammen 700 Baht, also gut 20 Franken.  

Gesetzlicher Mindestlohn in Thailand beträgt 300 Baht

700 Baht sind ein guter Tagesverdienst in Thailand. Der gesetzliche Mindestlohn wurde auf den 1. Januar 2013 von 200 auf 300 Baht angehoben. Ein durchschnittliche Thai Familie verdient pro Monat rund 23'000 Baht, knapp 700 Franken. 

In Thailand arbeiten üblicherweise Frau und Mann. Sobald sie können, steuern auch die Kinder etwas bei. Häufig werden noch die Eltern unterstützt, wohnen sogar im gleichen Haus. 

Gearbeitet wird meist 6 Tage die Woche. Ausnahmen sind Staatsangestellte und gut dotierte Jobs in der Privatwirtschaft für Leute mit Universitätsabschluss. Viele, wenn nicht die meisten Thais arbeiten ohne Arbeitsvertrag.

Mein Experiment - ein Tag mit Thai Verdienst

Ich bezahlte mir den theoretisch verdienten Betrag selber aus und reduzierte mein Tages Feriengeld auf die 700 Baht. Mein Szenario: nächster Tag ist freier Tag, die Rechnungen sind bezahlt. Meine Frau und ich unternehmen was.

Günstig und trotzdem teuer

Auf dem Weg nach Hause stoppe ich beim 7-Eleven. Eine große Flasche Bier Chang (43) und ein Packet Zigaretten, zur Feier des Tages teure Marlboro Light (90), was zum Knabbern (20) und, preisbewusst, kein Duschgel, sondern Seife (20). Zuhause angekommen mit nun 527 Baht im Sack war Duschen angesagt. Wer hat sich schon mit Seife geduscht und die Haare mit Seife gewaschen?

Als die Seife das erst Mal aus meiner Hand glitscht, erinnere ich mich, das mir das als Kind ab und zu auch passierte. Als Kind war ich im Aufheben wohl noch geschickter. Seife zum Haare Waschen geht. 

Obwohl, das Wasser in Thailand ist beinahe frei von Kalk und die Seife schäumt deshalb deutlich stärker als in der Schweiz. Meine Dusche dauerte so unendlich lange. Aber ich war glücklich, dass niemand mein Duschabenteuer filmte und auf YouTube stellte. Nicht, weil da mein Luxus Body zu sehen gewesen wäre.

Nach dem Duschen genossen meine Frau und ich Bier und Snack, rauchten eins. Erstaunlicherweise war das Bier schnell weg, auch die Hülle des Snacks deutlich grösser als der Inhalt. Nochmals in den 7-11, die haben zum Glück 24 Stunden am Tag offen. Noch ein Bier Chang (43 Baht), Chips (25) und eine Flasche Wasser (7). Immer noch 442 Baht im Sack. Nach Hause, relaxen und ausschlafen.

Wer spät ins Bett kommt wacht auch spät auf. Beinahe schon Nachmittag. Kein Muskelkater, leichte Schmerzen im rechten Handgelenk, ein Gruß der Limettenpressmaschine. Sirin war bereits aufgestanden und gut drauf. Den Durst löschte ich mit ein paar kräftigen Schlucken aus der Wasserflasche, so wie es Sirin offensichtlich vor mir getan hatte. 

Die leerte sich, wie ich fand, inadäquat schnell. Hunger meldet sich, also ab ins Badezimmer. Duschen mit der Seife klappt diesmal besser, auch Rasieren klappt ganz gut, trotzdem darf sich der Rest der Seife auf ein sehr langes Leben freuen.

Schon mehr als die Hälfte weg als der Tag erst richtig beginnt

Wir fuhren zur nächsten Ecke, wo einige Garküchen zum Essen einladen. Wir entschieden uns, statt zur traditionellen Reis- für eine Nudelsuppe. Unbeabsichtigt transformierte ich mich vom Thaiarbeiter zum ThaiTuri zurück.

Mein Hunger nahm leider nicht proportional zur eingenommen Nudelsuppe ab, behielt einfach sein Volumen. Sirin war nach den für sie üblichen zwei Suppen satt. Bei Suppe Nummer fünf reduzierte sich mein Hungergefühl auf Level „Für den Moment genug.“

Eine Nudelsuppe besteht aus Boullion, Gemüse, natürlich den Nudeln und wahlweise etwas Fisch, Rind- oder Hühnerfleisch. Sie kostete 30 Baht. 442 weniger 210 für das Frühstück macht noch 232 Baht für den Rest des Tages.

Kein Trinkgeld geht gar nicht

Ich verzichtete auf das Trinkgeld – das kam weder bei meiner Frau und schon gar nicht bei der Garküchenbesitzerin gut an.

Nachdem ich meiner Frau und mir noch einen Eiskaffee (2x15) vom 7-11 spendierte, bestand sie darauf, das ausgehende Toilettenpapier durch einen neue Rolle (4) zu ersetzen. Ich erinnerte mich daran, dass ich nicht mehr telefonieren konnte und kaufte für 30 ein paar Minuten Gesprächsguthaben. Da waren’s noch 172 Baht.

Dann der Hammer. „Tilac, vergiss nicht, der Tank deines Motorrades ist leer.“ Als ThaiTuri fahre ich den Tank fast leer und tanke voll. Als Thaiarbeiter tanke ich einen Liter für 44 Baht. Meine Finanzen reduzierten sich auf 128 und das kurz nach dem Frühstück. 

Damit nicht genug, Sirin erinnerte mich, dass wir uns für den Abend mit Freunden zum Essen verabredet haben.

Die Welt ist wieder im Lot - das Experiment beendet

Von den 128 nahm ich 20. Brachte sie der Garköchin - ihre Weltordnung war dadurch wieder im Lot - und ging mit Sirin ins Fitnesscenter. Pro Person 50 Baht. Saldo 8 Baht und das Experiment war beendet.

Fazit meiner Frau

Eine Flasche Reisschnaps hält länger und kostet weniger als 2 Flaschen Bier. Kauf nicht das teure Wasser aus der Flasche, sondern für 4 Baht 5 Liter bei einer Trinkwasserstation. Dann liegt noch der Beutel Eis drin und wir haben Drinks für 3 Tage.

Kein Gesprächsguthaben bedeutet in Thailand, nicht mehr erreichbar zu sein. Das lasse ich wie jede Thai Ehefrau nicht zu. Du musst ja nicht alle und jeden anrufen, sondern jederzeit von mir angerufen werden können. Zudem telefoniert man nicht mit einer Luxus One to Call SIM Karte sondern nutzt die Billig Angebote. Dann genügen 10 Baht.

Seife ist in jedem noch so einfachen Haushalt in Thailand immer vorhanden, die brauchst du nicht extra für den freien Tag zu kaufen.

Und überhaut. Ich lebe seit beinahe zehn Jahren in der Schweiz. Dein Experiment war einfach doof.

ThaiTuris Fazit

Arbeiten in Thailand ist hart und es gibt dafür wenig. Und noch weniger bleibt für Sanuk. Sanuk steht für Lebensfreude, Spass, sich belohnen und vieles mehr und tiefer. Ganz offensichtlich ist Sanuk nicht an Geld gebunden. 

Wusste ich schon vorher, habe ich mir aber nun bewiesen. Darüber möchte ich noch mehr erfahren. Ebenso klar - und zum Glück - habe ich noch viele Reisen nach Thailand nötig, um alles zu verstehen was ich verstehen möchte.