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Aus meinem Leben als Schweizer in Thailand.

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Donnerstag, 19. Mai 2016

Kin khao ahan Thai - Thai Food essen

Kommentare :
Ein kleiner Guide durch den Speisekarten-Dschungel in Thailands Lokalen. Kürzlich hatte mich meine Schwester um eine kleine Bedienungsanleitung für Thai Food gebeten. Eine ihrer Arbeitskolleginnen hatte, nicht zum ersten Mal, Urlaub in Thailand gebucht, doch hatte sie sich noch nie so richtig zurecht gefunden und immer wieder dasselbe bestellt.


Roter Snapper an Curry Sauce
Pla Kapong Prik Gäeng - roter Snapper an roter Curry Sauce, mein Lieblingsgericht.
Die Thai Worte sind geschrieben, wie sie ausgesprochen werden; in deutsch, man sieht die Ausdrücke auch anders geschrieben, dann meist englisch phonetisch oder einfach irgendwie. Ist alles nur in Thai geschrieben und gibt's keine Bilder, einfach so aussprechen wie geschrieben und dann klappt's mit der Bestellung. Irgendwie. Ganz sicher.

Basis

Khao - Reis
Sen - Reisnudeln
Kai - Ei
Pak - Gemüse
Pak salad - Salat
Muu - Schwein
Gai - Huhn
Nüa - Rind
Gung - Crevetten
Plamük - Tintenfisch
Buu - Krebs
Pla - Fisch
Naam - Wasser  
Bia - Bier
Whisky - Schnaps im Allgemeinen und Besonderem, nicht nur Whisky, wie wir's verstehen

Gerichte

Ganz am Anfang steht scharf oder nicht - Farangs ohne Thai- oder Indienerfahrung bestellen am besten mai ped - nicht so scharf - einfach am Ende der Bestellung anmerken. 

Je mehr ein Restaurant auf westliche Touristen ausgerichtet ist, desto weniger scharf sind die Gerichte und es sind auch mal Paprika, die gibt's in Thailand nicht, drin. Faustregel: wenn in der Speisekarte der Schärfegrad von Gerichten mit Chilischoten bezeichnet wird, wird nicht wirklich ursprünglich gekocht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wer gerne mageres Fleisch hat, bestellt am besten Gai, also Huhn. Thai haben's gerne durchzogen und lieben es an Knochen zu nagen, das ist dann bei Schwein und Rind häufig auch drin - auch hier gilt meist: je einfacher das Lokal, desto durchzogener.


Das Thai Wort für Curry ist Gäeng. Der Begriff selbst kommt aus Indien, wurde durch die Briten in Europa eingeführt, und hat eigentlich nichts mit dem Gewürz, wie es in auch in der Schweiz bekannt ist zu tun.  Curry, und eben Gäeng in Thailand, steht für ein Gericht. Currypulver ist eine Gewürzmischung, die indischen Masalas nachempfunden ist.

Khutiao luk chin muu/gai/nua - Reisnudelsuppe mit Fleischbällchen, das Frühstück der Thais an sich, passt aber auch sonst immer für den kleinen oder grossen Hunger

Khao Pad - Gebratener Reis, mit Gemüse dazu heisst's Khao Pad Pak, das gibt schon eine schöne kleine Mahlzeit zwischendurch, kann auch mit Fleisch, Crevetten oder Tintenfisch bestellt werden, einfach das Wort entsprechend anhängen

Pad Grapao Gai /Muu/Nüa/Gung - Tellergericht mit Reis, gehacktem Fleisch nach Wahl und thailändischem Basilikum (grapao), das "Ghackte mit Hörnli" Thailands

Kai Dao - Spiegelei, wird häufig zum Pad Grapao oder anderen Tellergerichten dazu bestellt, kommt ungewürzt, in einem wirklichen Thai Lokal gibt es weder Salz noch Pfeffer, zum Würzen wird Fischsauce, Naam Pla, genommen. Häufig steht auf dem Tisch Maggi. Keine Sorge, die thailändische Variante, also die Fischsauce. Und es gibt Touristen, die sie flaschenweise nach Hause mitbringen.

Pad Thai -  Nudelgericht mit Reisbannudeln, verquirlten Eiern, gehackten Erdnüssen, Soyasprossen und Gewürzen,  Fleisch nach Wahl (siehe Pad grapao). Zusätzlich mit den auf dem Tisch stehenden vier Gewürzen verfeinern und mischen - auch ein Klassiker der Thai Küche

Pad Siu - Breite Reisnudeln mit Kalee, manchmal Brokkoli, Karotten und anderen Gemüsen. Würzen wie Pad Thai, Fleisch oder Seafood nach Belieben - ich mag am liebsten Pad Siu Gai, einfach und gut

Gai/Moo Pad King - geschnetzeltes Schweinefleisch oder Huhn an Ingwer

Muu/Gai Tod Khatiam - geschnetzeltes Schweinefleisch oder Huhn an Knoblauch, sehr lecker

Yam Wun Sen - Salat mit Glasnudeln, Frühlingszwiebeln, Koriander und verschiedenen anderen Gewürzen, wird lauwarm serviert, meist ziemlich scharf, sehr erfrischend - auch hier Fleisch nach Wahl zufügen, oft wird es als Seafood (d.h. Crevetten und Tintenfisch) bestellt

Som Tam - Papayasalat, gibt's in unzähligen Varianten in unzähligen Schärfe-Stufen. Für europäische Münder eignet sich die Variante ohne Flusskrebse, dafür mit getrockneten Crevetten oder einfach nur mit Früchten am besten, einfach mai ped, nicht so scharf, bestellen. Je garküchiger desto schärfer, je schicker der Spunten desto banaler gekocht, aber schöner präsentiert.

Tod Man Pla - Fischküchlein, im Teig gebratene Fischküchlein, werden mit einer süss-sauren Sauce serviert, sehr nahrhaft und sehr lecker

Tempura - Crevetten im leichten Teigmantel. Kommt aus Japan, hat sich auch in Thailand eingebürgert, sehr lecker, schöner Starter 

Buu pad gäeng gariang - Krebsfleisch an mildem, gelbem Curry, super fein

Fisch: es empfiehlt sich den Pla Kapong, den roten Snapper zu bestellen, der hat wenig Gräten.

Pla Kapong Nüng Manao - gedämpfter Snapper an schön scharfer Zitronensauce - an Nüng 

Pla Kapong Prik Gäeng - gebratener Snapper, an roter Curry Sauce, mein Lieblingsgericht

Pla Kapong Sam Rot - gebratener Snapper an Tamarindsauce 

Schuschi Pla Kapong/Gung/Plamük - Snapper, Crevetten oder Tintenfisch an roter Currysauce. Feurig und lecker

Gäeng Kiau Wan - Grünes Curry süss-sauer, Fleisch nach Belieben, einfach das entsprechende Wort anhängen

Gäeng Panäng - Rotes Curry, durch Kokosmilch feine milde Konsistenz, auch hier Fleisch oder Fisch nach Belieben 

Gäeng Masaman - Masaman steht für Muselmann, also Muslim und wird am häufigsten im Süden Thailands gegessen. Ursprünglich indisches Curry aus einer Currypaste mit vielen Gewürzen und thailändischen Kartoffeln, Fleisch nach Belieben.

Tom Yam Gung/Gai - kennen irgendwie alle, Kokosmilchsuppe mit Pilzen, Zitronengras und Chili. Fleisch oder Seafaood nach belieben, am bekanntesten mit Crevetten oder Huhn

Wer nicht ein Tellergericht nimmt - da ist der Reis schon mit dabei - bestellt einfach noch Khao, weissen Reis, oder Khao Pad Pak, gebratenen Reis als Beilage dazu.

Wenn man etwas nicht drin will, heisst's: 

mai sai - zum Beispiel mai sai naam taan, ka/krap - keinen Zucker, bitte.

Beim Anstossen: Chok Dee - gute Gesundheit - aber "än Guete" bzw. "guten Appetit" wünscht man sich in Thailand nicht, dafür gibt's kein Wort.

Wenn das Essen schmeckt, sagt man der Bedienung: Aroi maak - schmeckt sehr lecker - wenn's nicht schmeckt, sagt man nichts und kommt nicht wieder.

Ein Dessert ist in Thailand unüblich, ebenfalls Kaffee oder Espresso nach dem Essen. Thais trinken keinen Wein, sondern Schnaps - also Whisky - gemischt mit Soda oder Cola. 

Man kann den Whisky, aber auch Wein selbst mitbringen, zumindest dort, wo auch Thais essen gehen. Das ist üblich und kein Problem, mai mi panha

Also vor dem Essen in den nächsten 7-Eleven und eine Flasche Sauvignon Blanc oder Chardonney kaufen. Weisswein passt sehr gut zu allen Thai Gerichten, Weingläser gibt's wohl im Restaurant dann nicht, aber den Kühlkübel mit Eis ohne Umstände.

Ausser in Restaurants für westliche Touristen wird der Tisch nicht abgeräumt - das ist kein Mangel, das ist einfach so - mai pen rai, egal.

Und am Ende dann:

wenn man nur eins trinken war oder in einer Garküche auf Plastikstühlen essen war:
Kep tang, ka/krap - zahlen bitte

nach dem Essen im Restaurant:
Tschek bin, ka/krap - die Rechnung bitte

5 Prozent Trinkgeld genügen, nicht mit Hunderternoten rumschmeissen.

Guten Appetit!

Die Auflistung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt noch unzählige Gerichte und Speisen mehr. Ich habe die aufgeführt, die Freunden auf Besuch im Land des Lächelns gut schmecken. Was richtig ist kann auch falsch sein, das ist Thailand: same same but different. Also einfach ausprobieren.

Mittwoch, 5. November 2014

Statt Versicherung verkauft geheiratet

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Mayuree kam vor vier Jahren zum ersten Mal nach Ban Krut. Eine Kollegin, welche einen Freund aus der Gegend hatte, schlug ihr kurz vor einem, durch einen buddhistischen Feiertag verlängertem Wochenende vor, doch einmal mit ihr ins kleine Badeort zu kommen. Ein paar Tage relaxen, Seafood, Sonne, Sand und Meer geniessen.
O from Coffee next Door Ban Krut
Mayuree, genannt O mit ihrer Tochter BB
Beim Seafood geschah es. Wie am Tag zuvor hatten sie am Strand zu Abend gegessen. Noo’s Restaurant war wie jeden Abend an Feiertagen voller Bangkoker, die frischen Fisch und Meeresfrüchte genossen. Eingeholt von den Fischern, die auch jetzt wieder mit ihren Booten, aufgereiht wie eine Perlenkette und beleuchtet durch die Lichter, welche Tintenfische anlocken, am Horizont im Golf von Thailand auf Fang waren.

Sie wollten zahlen. Die Bedienung so beschäftigt, gingen sie vom Strand über die Strasse zum Kassierer neben der Küche. Der Mann war Mayuree sympathisch. Bald waren sie in ein Gespräch verwickelt, unterbrochen nur von den Kellnerinnen, welche Rechnungen für die Gäste einholten und mit Geld zurückkamen.

In Thailand wird niemand bei seinem nach der Geburt registrierten Namen gerufen. Oft hat der Rufname etwas Poetisches. Manchmal ist er ganz banal, Fon, weil’s am Tag der Geburt geregnet hat. Fon bedeutet übersetzt Regen. Und wird dann auch wieder gewechselt, bei einem Umzug in eine andere Stadt oder wie auch immer.

O ist nicht nur ein Buchstabe

Mayuree’s Rufname ist ganz simpel, O. Weder hat er eine Bedeutung, noch sonst was, sie weiss selbst nicht mehr, wie ihre Mutter darauf kam. Aber praktisch ist er schon, meint sie. 

O war noch immer beim Kassierer. Endlich bezahlt, weil die Mutter des Kassierers schon wieder aus der Küche einen scharfen Blick wirft, ihre Freundin müde ist. Kurz noch hingeworfen, am nächsten Tag vor der Abreise zum Mittagessen zu kommen. 
Schickt gemacht an einer Gala in Bangkok 2011.
Ausgecheckt, mit ihrem Honda Jazz zum Restaurant. Heute hat er Zeit, setzt sich zu ihnen an den Tisch. Sie sprechen über ihre Jobs. O und ihre Freundin arbeiten als Maklerinnen bei der AIA, einer grossen Versicherungsgesellschaft in Bangkok. Sie will ihm eine Lebensversicherung andrehen. Er braucht keine Versicherung, er will sie. Sie tauschen Adressen und Telefonnummer aus. Die beiden Freundinnen müssen gehen. Auf sie warteten an diesem Sonntag Nachmittag noch beinahe 400 Kilometer und ab Hua Hin dichter Rückreiseverkehr.

Abends um neun, O ist eben zu Hause angekommen, erhält sie ein SMS. Liebe Grüsse aus Ban Krut. Obwohl sie müde ist, kann sie nicht einschlafen. Sie denkt über ihr Leben nach. Ihre glückliche Kindheit in Khon Kaen und Korat, obwohl ihr leiblicher Vater gestorben ist, als sie noch klein war. O’s Mutter hatte wieder geheiratet, einen Lokomotivführer bei der Thailändischen Eisenbahn. Er war zu ihr und ihren Geschwistern, selten genug in Thailand, wie der richtige Vater. Leider starb er vor wenigen Jahren an Krebs.

Wie sie die Universität in Khon Kaen besuchen konnte, mit einem Bachelor für Marketing und Kommunikation abschloss, danach nach Bangkok ging und bei der AIA eine gute Stelle fand. Sie liebte die Stadt, sie bot alles, was man sich als junge Frau mit gutem Job wünschen kann und kaufte bald Auto und Haus.
Fanden sich in Ban Krut: O mit ihrem Mann Boy.
Aber irgendwie, dieser Mann hatte schon was. Der Kontakt wurde intensiver und ein Jahr später heirateten sie. Sie war 33 und der Moment stimmte. Sie zog nach Ban Krut, bald wurde sie schwanger. BB, ein Mädchen kam zur Welt. Auch wieder ein solcher Rufname. Zur Feier wurde das kleine Resort, das die Familie ihres Mannes baute, BB Resort genannt, sie zogen gleich in ein Zimmer im Hauptgebäude ein.

Sie brauchte einen Job, nur dem Kind schauen genügte nicht. Praktisch, dass die Noo’s nicht nur ein Restaurant, sondern auch viel Land besitzen. Zwischen Wohnhaus der Familie und dem 7-Eleven gab’s noch ein Stück freie Fläche, schnell war die Idee geboren, einen Coffee Shop zu bauen, so was gab’s in Ban Krut erst in zwei Resorts.

O bekam die Leitung übertragen, das Coffee Next Door öffnete vor bald zwei Jahren. Zusammen mit Yin, ihrer burmesischen Mitarbeiterin und Nanny von BB, schenkt sie nun Espresso yen mai wan und Somchit aus. BB huscht durch Shop und Gäste. Bald ist sie nicht mehr alleine, O erwartet im Januar ihr zweites Kind, einen Buben. 

Auf die Frage, ob sie Bangkok nicht vermisse nickt sie nur und strahlt zugleich.

Montag, 13. Oktober 2014

Führerschein in Thailand - schnell gemacht und man wundert sich nicht mehr

Kommentare :
Gut vorbereitet, auch für's Autofahren, bin ich vor bald 3 Jahren nach Thailand ausgewandert. In all den Jahren zuvor hatte ich während meines Urlaubs im Land des Lächelns immer ein Auto gemietet, schön brav den internationalen Führerschein mit dabei. Dafür hatte sich aber nie jemand interessiert, bei verschiedenen Schnellfahrgelegenheiten war nur der Schweizer Führerschein genehm, die 200 Baht Bakschisch Bussen schnell abgetan.

Thailändischer Führerschein
Thai Führerschein, schnell gemacht und man wundert sich nicht mehr. 
Aber klar, eigentlich wird von Gesetzes wegen der Internationale Schein gefordert, also habe ich den kurz vor Abreise erneuern lassen. Er hat aber den Nachteil, dass er im Gegensatz zum nationalen Führerschein ein Ablaufdatum trägt und auch vorgeschrieben wird, das nach mehr als 3 Monaten Aufenthalt in Thailand ein Inländischer Schein notwendig ist.

Kandidaten für einen Führerschein sollen volle 2 Tage für Ausbildung und Prüfung bei einem Office des Department of Transport verbringen.

Am ersten Tag müssen sie Sehtest und Reaktionsprüfung überstehen. Anschliessend erfolgt eine 4-stündige Schulung über die Strassenverkehrsordnung und über defensives Fahren. Danach kann die Theorieprüfung in Thai, Englisch oder Japanisch abgelegt werden. Ausserhalb von Bangkok allenfalls nur in der Landessprache. Bei Nichtbestehen ist am selben Tag eine Wiederholung erlaubt.

Nach erfolgreicher bestandener Prüfung wird der Bewerber für die praktische Prüfung zugelassen. Sie muss innerhalb von 90 Tagen erfolgen.

Am zweiten Tag wird den Kandidaten das Prüfungsverfahren erklärt. Gerade aus vorwärts und rückwärts fahren, seitlich und rückwärts parken.

Nach Bestehen wird der provisorische, ein Jahr gültige Führerschein ausgestellt. Wer nicht erfolgreich ist, kann die Prüfung frühestens nach 3, spätestens nach 90 Tagen wiederholen.


Unterwegs in Thailand, auch seltsame Gefährte sind keine Seltenheit.
Okay, dachte ich, nach 30 Jahren Autofahren in der Schweiz werde ich mir wohl nicht so was antun müssen. Aber klar, Ausländer, welche schon einen Führerschein vom Heimatland haben, kriegen das Thailändische Pendant im abgekürzten Verfahren. 

So gibt's den Thailändischen Führerschein

Wer festen Wohnsitz hat und das gelbe Hausbuch, Tabien Baan, eine Meldebestätigung der Immigration oder eine Arbeitsgenehmigung nachweisen kann, braucht dazu dieses:

  • Original und Kopien von Reisepass mit Visum Seite
  • Internationalen Führerschein oder, aufwändiger und teurer, übersetzter und vom Ministry of Foreign Aiffairs in Bangkok beglaubigter nationaler Führerschein mit Kopie
  • Gesundheitszeugnis eines Arztes, das Medical Certificate wird in jeder Klinik ausgestellt
  • Für Auto und Motorrad gibt es verschiedene Ausweise, wer beides will, muss beides beantragen und entsprechend auch alle Kopien in zweifacher Ausführung dabei haben

Auf dem Strassenverkehrsamt wird nach Vorweisen der Dokumente und Ausfüllen eines Formulars Seh- und Reaktionsvermögen getestet. 

Das ist dann meist schon alles. Wer Pech hat, muss sich noch eine Stunde Verkehrsregeln auf Thai anhören. Sonst in die Fotokammer und kurz darauf wird die Lizenz im Kreditkartenformat ausgedruckt, provisorisch und für ein Jahr gültig.

Nach dem einen Jahr geht's wieder aufs Amt, je nach dem, wo es ist, wird dann einfach ein neuer Ausweis, diesmal für 5 Jahre, ausgestellt oder man muss wieder Seh- und Reaktionstest überstehen.

In der Provinz geht's einfach und schnell

Ich habe meinen Ausweis auf dem Strassenverkehrsamt in Bang Saphan erhalten. Als ich mein Zweite Hand Motorrad auf meinen Namen eintragen liess, hatte ich mich danach erkundigt. Die freundliche Dame meinte, wenn ich ihr Pass, Hausbuch und Gesundheitszeugnis zeige, wär' das in 10 Minuten getan. Der Schweizer Führerschein wäre schon in Ordnung, sie bräuchte das internationale Teil nicht und auch keine Übersetzung.

Zufälligerweise hatte ich alles dabei, musste nur noch kurz zum Arzt. Das Medical Certificate gab's auch gleich, dafür muss man auch nicht den Arzt sehen. Die Empfangsdame füllt ein Papier aus, man bezahlt, in meinem Fall 80 Baht, das wars.

Zurück auf dem Strassenverkehrsamt machte die Dame gleich auch die Kopien selbst, hielt mir ein paar leicht vergilbte Karten mit Zahlen hin, die ich erkennen musste. Schon sass ich auf dem Drehstuhl fürs Foto. Ein Jahr später erhielt ich dann den 5-Jahres Ausweis ohne weiteres zutun.

Der Führerschein kann in Thailand auf jedem Strassenverkehrsamt erworben werden, egal wo man wohnt. Aus meiner Erfahrung nicht die schlechteste Idee, ihn irgendwo in der Provinz zu machen. 

Bei Prüfungen für den Motorradführerschein ist angeblich der häufigste Grund für Nichtbestehen, dass die Kandidaten ohne Helm losfahren.

Internationaler Führerschein in Thailand

Wer seinen Wohnsitz in Thailand hat, kann, beispielsweise als Schweizer in der Schweiz, keinen internationalen Führerschein mehr erhalten. Inhaber eines Thailändischen Führerscheins können aber in Thailand selbst einen internationalen Führerschein beim Department of Land Transport in Bangkok beantragen. Das Amt liegt nahe beim Chatuchak Weekend Market. 

Diese Unterlagen werden benötigt:

  • Reisepass mit Kopie, inklusive Seite mit Visum
  • 2 Passbilder, nicht älter als 6 Monate, 2 inches gross
  • Thailändischer Führerschein plus Kopie
  • Wohnsitzbescheinigung von Botschaft/Konsulat oder eine Arbeitsgenehmigung mit Kopie

Der internationale Führerschein ist ein 1 Jahr gültig. Wer auch einen Motorradführerschein hat, sollte darauf achten, das dieser auch eingetragen wird.

Tatsächlich so schnell

Kurz bevor ich mit Sack und Pack in Thailand ankam, hatte mich meine Frau überrascht. Sie sandte mir ein Foto ihres nigelnagelneuen Führerscheins. Obwohl sie zuvor noch nie ein Auto gefahren ist, bestand sie die Prüfung in den 2 Tagen. Eine ihrer Freundinnen arbeitet in einer Fahrschule. 

Sie wissen das schon, so wird auch gefahren.

Übrigens, schöner Nebeneffekt beim Besuch von Sehenswürdigkeiten und Museen. Häufig gibt es für Farangs beim Vorzeigen des Thai Führerscheins Thai Preise. 

Aber auch sonst ist er nützlich. Name, Passnummer und Adresse sind in Thai drauf, er ist praktisch klein und so immer dabei. Auch bei der nächsten Helmkontrolle.

Donnerstag, 21. August 2014

Flip Flops - mehr brauchen Füsse nicht in Thailand

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Was habe ich mich in meinem früheren Leben jeden Tag genervt, wenn ich morgens früh, neben all den Kleidern, wieder Socken und Schuhe anziehen musste. Und wie genoss ich es zuhause, auch im Winter, nur barfuss zu sein und an den wenigen wirklichen Sommertagen draussen nur in Flip Flops zu schlüpfen.
Flip Flops, mehr Schuh braucht's in Thailand nicht.
Mehr Schuh braucht's nicht, auch wenn der Wat zur Eröffnungsfeier noch im Bau ist. Und drinnen selbstverständlich barfuss.
Ich erinnere mich gut an die Verkäuferin der Pronto Tankstelle in Weinfelden, wie sich mich an einem Schnee verhangenen Sonntagmorgen bei -2 Grad verdutzt ansah, als ich in kurzen Hosen und Flip Flops die Sonntagszeitung kaufte. Von der Wohnung in die Tiefgarage, ins Auto und zur Tankstelle, da mochte ich nicht auf dieses Freiheitsgefühl verzichten.

Apropos Autofahren. Selbstverständlich nie mit Flip Flops, die ziehe ich vor dem Gas Geben aus und fahre barfuss. Auch hier in Thailand. Es soll ja Leute geben, die barfuss Fahren für gefährlich halten. Ich hatte noch nie dieses Gefühl. Und scheint mir doch sicherer, als in klobigen Wintertretern oder mit High Heels.

Aus Erfahrung werden Flip Flops

Aber alles braucht seine Zeit. Als ich vor bald 20 Jahren zum ersten Mal für einen längeren Urlaub nach Thailand reiste, waren nicht nur meine Füsse eher expeditionsmässig ausgerüstet. Schliesslich ging es mit gemietetem Allrad Pick Up auf eine Reise in den Dschungel des Goldenen Dreiecks. Meine damalige Partnerin schaut nur tief an mir runter und meinte: "Das wird aber mühsam."

Manchmal schwierig, seine Flip Flops wieder zu finden.
Manchmal wird's schwierig, seine Flip Flops wieder zu finden.
War es. In jedem Wat, auf dem Land auch oft in besseren Geschäften, mussten die Schuhe weg. Aufschnürren, rausziehen, feiner Duft der nassen Socken, wieder rein, zuschnürren. In Mae Hong Song hatte ich die Nase nicht nur vom Gestank voll. Und kaufte mir ein Paar Flip Flops.

Bald hatte ich mich ans Gehen mit einem String zwischen den Zehen gewöhnt. Und mochte nicht mehr tauschen. 

Jetzt nahm ich es auch wahr. Ausserhalb grosser Städte sieht man nur Leute mit Flip Flops. Nur Polizisten und bessere Angestellte waren in geschlossenen Schuhen unterwegs, die Schulkinder in ihren Uniformen. 

Fürs bespritzt und beschmiert werden genügen auch zu Songkran Flip Flops
An Songkran geht die Action besser barfuss. Fürs bespritzt und beschmiert werden genügen Flip Flops.

Am Freitag im Hawaii Hemd

Apropos Uniform, Gemeinde- und Verwaltungsangestellte in Thailand, ist schon besonders, müssen jeden Tag andere Kleidung tragen. Am Montag muss das Oberteil gelb sein, da der König an einem Montag geboren wurde, und die Farbe des Montags gelb ist. Deshalb ist übrigens auch die Flagge des Königs gelb. An einem anderen Tag ist generalstabsmässige Uniform dran und am Freitag feiern alle im Hawaii Hemd den letzten Arbeitstag der Woche.

Meine Frau hatte einen Frisörsalon im Hauptquartier der Armee in Bangkok. Also musste auch sie sich der Uniformpflicht entsprechend kleiden. Den generalstabsmässigen Auftritt mal ausgelassen. Noch heute hängen in ihrem alten Kleiderkasten auffallend viele gelbe und bunte Blusen.

Aber zurück zu den Flip Flops. Irgendwie scheint es auch für Handwerker und Bauern Flip Flop Pflicht zu geben. Nur wenn's mal richtig schwierig wird, beispielsweise auf einem Gerüst hantiert werden muss, kommen sie weg. Dann wird barfuss gearbeitet.
Schreiner bei der Arbeit in Flip Flops
Schreiner bei der Arbeit. Auch in Flip Flops zu bewältigen.
Geht auch gut in Socken, wie Frauen zeigen, welchen ihren weissen Teint bis über die Füsse halten wollen. Ohne Socken stören höchstens die GT-Streifen, die sich mit der Zeit unter den Striemen bilden.

Und richtige Schuhe trage ich nur noch, wenn's auf Behördengänge geht oder wir in Bangkok unterwegs sind.

Freitag, 3. Mai 2013

Tief sehen ist eine Notwendigkeit und Lächeln eine Sprache in Thailand

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Das erste Mal in Thailand. Ankunft in Bangkok, damals noch am Don Muang Flughafen, und mit dem Taxi ins Hotel. Der Fahrer bemerkte schon bald: „Ah, ihr erstes Mal in Thailand“.
Beeindruckend, nicht nur beim ersten Mal in Thailand: die Skyline von Bangkok.
War ja auch nicht schwierig zu erkennen. Neugierig wie ich alles, was an uns vorbei rauschte, bestaunte. Im Hotel angekommen. Check in. Die Dame an der Rezeption wünschte mir für meinen ersten Aufenthalt in Thailand viel Vergnügen. Ich hatte in meinen Pass den einen oder anderen Stempel, aber noch keinen von Thailand. Ich dachte: gut kombiniert und in einen freundlichen Wunsch umgesetzt.

Abends im Restaurant. Klar bestellte ich etwas Thailändisches. Bestimmt stellte der Kellner fest, dass ich das Essen wohl nur wenig scharf möchte. Ebenfalls klar bestellte ich normal scharf. Auch klar, ich bereute es bereits beim ersten Bissen.

Und es begleitete mich während meines gesamten Aufenthaltes. Die Verkäuferin im Einkaufszentrum, der Lift Boy im Hotel, der Kontrolleur im Sky Train. Alle stellten sie fest: „Ah, ihr erstes Mal in Thailand.“

Ein paar Besuche später wechselte die Frage zu „Sind sie geschäftlich hier?“ Die Bestimmtheit des Kellners änderte sich nicht, nur das ich seine Feststellung bejahte. Reise ich heute nach Thailand, lautet die Frage „Leben sie hier oder kommen sie öfter für länger?“ Die Kellnerin im Restaurant fragt, auch wenn ich auf englisch bestelle: „Ped? Ped nid noi, ka?“ (Scharf? Oder nur ein Bisschen?) Offensichtlich habe ich mein Verhalten geändert.
Pla Kapong Nueng Manao: Ped Maak - Fisch in Zitronensauce schön scharf mit viel Chili und Knoblauch.
Tiefer sehen. Keine übernatürliche Begabung. Eine von Generation zu Generation weitergegebene, seit Geburt geübte tiefe Aufmerksamkeit auf sein gegenüber, das Beachten von kleinen Gesten, feinen Regungen. Man erfährt Dinge, die nie ausgesprochen werden müssen.

In Thailand gehen die Menschen behutsam miteinander um und achten sehr darauf, dass jede Frau und jeder Mann zu jeder Zeit das Gesicht bewahren kann. Ist stets freundlich und zuvorkommend. 

Niemand verliert gerne sein Gesicht

In LOS, dem Land of Smiles, ist das ganz, ganz wichtig, die wichtigste Verhaltensregel. In einem Land, in dem das Kollektiv eine weit aus grössere Bedeutung als das Individuum hat, in dem die Lehre Buddha von über 92% der Bevölkerung als Glaube verstanden und gelebt wird - und wohl noch ein paar Umstände mehr - wird dieses Verhalten seit Generationen vorgelebt und vermittelt.

Buddha lehrt, dass alle Dinge „Leiden“ sind. Ich verstehe das so: Der Mensch begehrt von Natur aus. Nach Nahrung, Wärme, Schutz. Hat er dies, begehrt er nach mehr. Wie im Lied von Hans Dampf. Was er hat, will er nicht. Was er will, hat er nicht.

Nun lehrt Buddha, einfach gesagt, dass Menschen, die nicht mehr Begehren und sich von allen Zwängen befreit haben, Glückseligkeit erreichen. Das erreicht man unter anderem, indem man richtig sieht, richtig hört, richtig fühlt, richtig spricht.

Wird dieser Glaube in einer Gesellschaft gelebt, bemühen sich alle, das eigene wie auch das Gesicht des anderen zu wahren. Richtig hören und richtig fühlen bedingt das Gegenüber richtig wahrnehmen und situativ richtig agieren. Kritik oder Belehrungen sind, wenn überhaupt, im Masse anzubringen.

Sprechen mit Lächeln

Wer das selbst versucht, wird merken, wie schwierig das ist. Nun kommt das Lächeln als Sprache ins Spiel. Das erleichtert ungemein. Der Kassier gibt zu wenig heraus. Man schaut ihn an, lächelt, schaut zum Geld, wieder zu ihm, und lächelt wieder. Weil er richtig fühlt und sieht, bemerkt er den Fehler und gibt den richtigen Betrag mit einer Entschuldigung.

Statt der Kellnerin zu erklären, dass zu einem Rotwein ein Rotweinglas und keine Plastikbecher gehören, trinkt man den Wein lächelnd aus dem Plastikbecher. Wo zu Rotwein Plastikbecher serviert werden, ist es eher unüblich, dass Wein bestellt wird. Man hat das entweder billigend in Kauf genommen oder eben nicht richtig gesehen. Som namm na, selber Schuld. Sagte ich meinen Freunden am Tisch.

Wahrscheinlich von uns animiert, bestellten die Gäste am Nachbartisch ebenfalls eine Flasche Wein. Und erhielten Weingläser dazu. Die netten Kommentare meiner Freunde führten zu fröhlichem Gelächter und bewegte die Kellnerin, uns umgehend ebenfalls Weingläser zu bringen. Die Stimmung konnte nicht besser sein. An diesem Abend schauten wir etwas tiefer als üblich - in die Weingläser.

Wenn man denkt, man habe es begriffen, kommt es vielleicht doch anders. Die Sprache des Lächelns muss gelernt sein. Wann ist einfach, einfach immer - und vor allem dann, wenn es einem eigentlich vergangen ist. Lächelt man trotzdem ist, es nur noch halb so schlimm. Das hilft wirklich, wenigstens mir.
Markt in Thailand: Lächeln ist eine Sprache, welche die Ware noch frischer macht. 


Unser wichtigstes freundliches Signal ist das Lächeln. Mit dieser angeborenen Verhaltensweise sind wir in der Lage, uns mit völlig Unbekannten anzufreunden. Ein Lächeln entwaffnet. Erst kürzlich las ich von einem amerikanischen Sergeanten, der sich plötzlich zwei Vietcong Soldaten gegenüber befand. Sein Gewehr versagte, und da lächelte er, was seine Gegner hemmte. Misstrauen und Angst liessen den angebahnten Kontakt jedoch sofort wieder ersterben. Der Amerikaner lud durch und tötete seine Gegner. (Aus aus dem Buch Liebe und Hass von Irenäus Eibl-Eibesfeldt)

Wie Farang einer Thai erklärt, was ein Tram ist

Wenn und wie eher schwieriger. Als ich das erste Mal mit meiner Frau, nach Zürich ging, fragte ich sie „Weißt du, was ein Tram ist?“ In Thailand gibt keine. Fälschlicherweise lächelte ich, während ich fragte. Das Lächeln übersetzte sie mit: jeder weiss, doch was ein Tram ist. Entsprechend war ihre Antwort „Ja, sicher.“ Der unsichtbare Kommentar von ihr lautete wohl „Keine Ahnung.“

Als wir durchs Stadtzentrum spazierten meinte sie Zürich sei wirklich schön. Nur, dass sehr viele Züge fahren. Beim nächsten Tram das uns entgegen kam fragte ich sie „Weisst du weshalb die Trams hier weiss-blau sind?“ „Weiss-blau ist die Flaggenfarbe der Stadt und des Kantons Zürich.“ Sie fragte mich, wie viele Trams es in dieser Stadt gibt und lächelte. Die Frage war belanglos, meine Frau teilte mir so mit: „Ich weiss, nun was ein Tram ist. Das Lächeln hiess: „Gut reagiert, Ehemann, weiter so.“

Lächle dich selbst an

Lächeln führt dazu, dass das Hirn Endorphine produziert, die körperliche und seelische Schmerzen verringern und das Wohlbefinden steigern. Schau jeden Tag morgens früh in den Spiegel und lächle. Das wirkt und sorgt für einen guten Start in den Tag - auch bei Farangs.



Donnerstag, 31. Januar 2013

Daga Bu oder Thinglisch für Reisen nach Thailand

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Es gibt das englische Englisch, das amerikanische Englisch und noch andere mehr. Eine nur gesprochene Variante ist Thinglisch oder Thai-Englisch. Aus Spider (Spinne) wird Sa Paider, aus Radio ein La Di O und der Weg zur Disco wird gezeigt, wenn man weiss, was Dis E Go bedeutet.

Handeln in Thinglisch macht den Preis: auf dem Nachtmarkt in Hua Hin.
Liest sich einfach, hört sich dann aber im Mix mit richtigem Thai und im Thai Slang ausgesprochen doch gewöhnungsbedürftig an. Im Laden und an Verkaufsständen verfügen Verkäuferinnen wie Verkäufer meist über ein bescheidenes Englisch Vokabular und sprechen es in Thinglisch aus.

"Sir, cheap, mai peng", also "günstig, nicht teuer". "Cost only song loy and fifty Bath" – "kostet nur 250 Baht".

Same same but different

Mann möchte ein dunkel kariertes Hemd mit langen Ärmeln in XXL kaufen. Die Verkäuferin entgegnet mit: "Soly, no have, mai mi. Here same same but different" und zeigt ein hell gestreiftes Kurzarmhemd.

Strandbar auf Koh Lanta
Eben ein Hemd, aber leicht abweichend von dem was man eigentlich will. Meist gefolgt von einem bezaubernden, herzlichem Lächeln und dem Hinweis "Looping better for you, ai sink. Suai dee for you, make you handsome and happy, belif I no".

Irgendwie, und es kostet ja auch nicht viel und vielleicht hat sie ja recht, kauft man das Teil. Zuhause stellt Mann fest: sie hat recht, es sieht gut aus und man fühlt sich wohl darin.

Oder Mann hat noch nicht genug Thai Mentalität. Er kann sich nicht selbst überlisten und hat ein Kleidungsstück mehr, das im Kleiderschrank sein Dasein fristet. So wie beim griechischen Wein. Der hat in Griechenland in den Ferien doch so gut geschmeckt und füllt zu Hause den Vorrat an Essig.

Für den Thai Wortschatz: Daga Bu

Freund Peter wollte letzthin ein schwarzes Sportshirt kaufen. "Ohh, soly, black not have, but daga bu." 

Er schaute die Verkäuferin offensichtlich irritiert an, denn sie sagte heftig gestikulierend: "Damm mai mi, mi daga bu."

Er kramte seine gesamten Thai Kenntnisse zusammen und übersetzte für sich "schwarz hab ich nicht, aber... daga bu" und fragte: "Gaga bu?" 

"No, Sir: DAGA BU." 

Etwas ungeduldig nahm sie ein Sportshirt in dunkelblau und sagte: "Daga Bu!". 

Jetzt war alles klar und er antwortete: "Ah, dark blue, you mean." 

Sie: "Tschai Sir, DAGA BU!"
 

Er: "Yes, your english is very well, but this color is DARK BLUE."

"Soly Sir, I no it and keep DAGA BU. I make good price for you, only for you two hundred isip sam (223) Bath for a special sportshirt in DAGA BU, DAGA BU. Ok, Sir?" 

Und schenkte ihm ein nettes, versöhnliches Lächeln. Er lächelte fröhlich zurück, zahlte und war um ein amüsantes Erlebnis reicher.


Das Shirt hat er noch immer und wenn er sich darin im Fitness abmüht und eigentlich nicht mehr kann, sagt er sich nur: "Du trägst das DAGA BU Wundershirt, weiter geht's!"